Wissen und Gewissen

Ermahnt wird jeder, der es wagt, die Hand von Mund, Ohren und Augen zu nehmen. Das bedrohte schon immer die Mächtigen und sie griffen zur Ermahnung ein guter Untertan, ein guter Bürger, ein guter Arbeitnehmer zu sein.

Die Freiheit in der Welt hängt nun davon ab, wie schnell Menschen die Hände wieder vor den Mund, auf die Ohren und vor die Augen legen.

Darum ist darüber nachzudenken: "Die bloße Mahnung an die Richter, nach besten Wissen und Gewissen zu urteilen, reicht nicht. Es müßten auch Vorschriften erlassen werden, wie klein das Wissen und wie groß das Gewissen sein darf."
Karl Kraus, österreichischer Schriftsteller (1874 - 1935)

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Ermahnung/Abmahnung



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Ermahnung


Gericht: »Ermahnung, wenn sie in der Sache begründet ist.«
Doch leider ist sie das oft nicht.

Definition

Die Abmahnung ist rechtlich von der Vertragsrüge (Verwarnung und Ermahnung) zu unterscheiden, mit der zwar ebenfalls ein vertragswidriges Verhalten gerügt wird, die jedoch mangels einer deutlichen Androhung einer Kündigung kündigungsrechtlich ohne Bedeutung ist.

Ermahnungen werden i.a. dann ausgesprochen, wenn der Arbeitgeber einen Verstoß des Mitarbeiters rügen will, ihn aber behalten möchte.

Eine Ermahung ist ein Verweis, dem der Hinweis auf eine spätere mögliche Kündigung fehlt. Der Satz „... behalten wir uns arbeitsrechtliche Konsequenzen vor“ begründet eine Ermahnung, jedoch keine Abmahnung. Wird in der Ermahnung jedoch mit Konsequenzen gedroht, z. B. mit einer Kündigung, so ist die Ermahnung mit einer Abmahnung rechtlich gleichzusetzen.

Entfernung einer Ermahnung

Eine Ermahnung kommt wie eine Abmahnung in die Personalakte. Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied in einem Urteil vom 28.09.2003 (Aktenzeichen: 7 Ca 2899/03), dass der Mitarbeiter eine Entfernung einer Ermahnung aus der Personalakte nicht verlangen kann. Das Gericht begründet diese Entscheidung damit, dass eine Ermahung nicht am Status des Arbeitsverhältnisses rührt, sondern nur dem Zweck diene, Arbeitsmängel zu dokumentieren. Nur in Ausnahmefällen hat der Arbeitnehmer ein Recht auf Entfernung einer Ermahnung aus der Personalakte, beispielsweise bei ehrverletzenden Behauptungen.

Gegendarstellung

Der Arbeitnehmer kann jedoch wie bei der Abmahnung eine Gegendarstellung verfassen und verlangen, dass diese zu der Ermahnung in die Personalakte gelegt wird.