Zivilcourage

Wenn man von Zivilcourage hört, denkt wohl niemand an die Arbeitswelt. Doch seine Rechte laut einzufordern, bedeutet Zivilcourage zu besitzen. Für andere einzustehen, ihnen zu helfen ihre Recht durchzusetzen, bedeutet Zivilcourage zu haben. Warum?

Manch Arbeitgeber prügeln buchstäblich solche Menschen nieder. Sie schlagen sie mit Abmahnung und Arbeitsplatzverlust. Das Ziel: Vernichtung der Existenzgrundlage, damit geschwiegen wird. Erzeugen eines abschreckenden Beispiels, damit Aufklärung über Rechte und Solidarität sich nicht mehr im Betrieb wiederholt.

Trotz allem gibt es immer wieder Menschen, die Zivilcourage besitzten. Leichter aber wäre es, wenn es viele Menschen gäbe, für die Zivilcourage im Arbeitsleben etwas selbstverständliches ist.
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Maßregelungen



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Maßregelungen


"Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt"
(Goethe, Erlkönig)

Demokratie im Betrieb


Maßregelungen wie Ermahnung, Abmahnung und verhaltensbedingte Kündigung werden heute vermehrt gegen Mitarbeiter, häufig unrechtens, eingesetzt, um gewerkschaftliches Engagement zu verhindern und Meinungen zu unterdrücken. "Man beißt die Hand nicht, die einen füttert", ist eine gängige Antwort von vielen, die dieses Engagement nicht verstehen oder akzeptieren.

Doch was bedeutet dieser Auspruch, wenn alle danach handeln. Ein solches Verhalten würde bedeuten, dass Demokratie an den Werkstoren halt machen muss, dass ein Betrieb eine Willkürzone des Arbeitgebers wird, dem die Arbeitnehmer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert werden. Es würde bedeuten, dass de facto ein rechtsloser Raum geschaffen wird, denn wenn sich niemand mehr traut über Rechte aufzuklären und sie niemand mehr einfordert, haben diese Gesetze keine Wirkung. Demokratie macht nicht an Werkstoren halt.

Man merkt heute deutlich, dass Arbeitgeber vermehrt versuchen, die Arbeitnehmerrechte zu unterlaufen. Gesetze, die Arbeitnehmer Vorteile verschaffen, sind diesen Arbeitgebern schlicht und einfach egal. Wagt jemand sie einzufordern, reagieren sie mit Abmahnung und fristloser Kündigung. Für den betroffenen Arbeitnehmer bedeutet dies häufig: Kein Geld von heute auf morgen. Es bedeutet die Vernichtung der Existenzgrundlage, egal, ob die Kündigung rechtmäßig war.

Die Gerechtigkeit kann mittels eines Kündigungsschutzprozesses wieder hergestellt werden, notfalls durch alle Instanzen. Doch das dauert unter Umständen Jahre. Die Raten des Hauses können möglicherweise in dieser Zeit nicht mehr gezahlt werden, es wird versteigert. Gelebt werden muss von Hartz IV und das alles zu unrecht, nur weil mancher Arbeitgeber nicht akzeptieren möchte, dass es auch für Arbeitnehmer Rechte gibt, die man laut einfordern darf.

Schweigen erzeugt Unrecht


Warum aber können Arbeitgeber in unserem Rechtsstaat meist ungestraft so agieren. Die Antwort ist einfach: Weil die Masse schweigt. Würde jeder Arbeitnehmer seine Rechte einfordern, nicht sagen "Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht", dann wäre dies in unserer Gesellschaft selbstverständlich und der Arbeitgeber wäre gezwungen, sich an die Gesetze zu halten. Schließlich kann er nicht seine gesamte Belegschaft verhaltensbedingt kündigen.

Schweigen erzeugt also Unrecht.

Würden die Kolleginnen und Kollegen nicht zuschauen, wenn jemanden am Arbeitsplatz Unrecht geschieht, würden sie vor Gericht für den Betroffenen aussagen, dann wäre der Arbeitgeber gezwungen von ungerechtfertigten Maßnahmen Abstand zu nehmen.

Schweigen erzeugt also Unrecht.

Maßnahmen zur Maßregelung


Das Arbeitsrecht sieht für den Arbeitgeber drei Instrumente zur Maßregelung von Arbeitnehmern vor. Alle setzen jedoch voraus, dass ein tatsächlicher und kein konstruierter Sachverhalt zugrunde liegt.Dies sind: