Das Match

Bewerbungen sind vielen Menschen unangenehm, obwohl oft ihre gesamte Hoffnung auf einem Bewerbungsgespräch liegt. Jeder weiß, dass er sich hier gut verkaufen muss. Damit - und das äußstert sich im Gefühl - ist der Mensch zur Ware geworden.

Dieses Unwohlsein begründet weiter sich in der Tatsache, dass man bei Bewerbungsgesprächen nicht so sein kann, wie man ist, sondern sorgfältig darauf achten muss, nichts falsch zu machen. Je mehr Absagen man bereits bekommen hat, desto unsicherer und unwohler fühlt man sich. Es ist eine Frage des Selbstbewusstsein, das, ohne dass man was dagegen tun kann, sinkt, wenn man länger arbeitslos ist. Dazu trägt auch die mangelnde Akzeptanz der Gesellschaft bei. Die Frage:"Hast du schon einen neuen Job" kann quälend werden.

Was also tun? Auf ein Bewerbungsgespräch sollte man sich vor allem mental einstellen, vergleichbar wie ein Tennisspieler vor dem großen Match. Man sollte in ein Bewerbungsgespräch gehen wie zu einem Wettkampf, denn im Grunde ist es nichts anderes. Dazu hilft eine aufrechte körperliche Haltung, Konzentration auf dieses eine Gespräch, sich bewusst machen, was man kann. Die Vorstellung zu einem Match zu gehen, hilft, alles, was einen gedanklich belastet, die "hätte und wenn das nicht klappt" Bedenken, auszublenden. Kurz: die Konzentration auf den eigenen Wert als Mensch und sein Können.
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Inhalt

Fragerecht des Arbeitgebers

Wahrheitspflicht
Unzulässige Fragen
Fragen an alten Arbeitgeber

Bewerbungskosten

Vorstellungskosten
Verdienstausfall


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Bewerbung


Es muss das Beste irgendwo zu finden sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Fragerecht und Auskunftspflicht


Wahrheitspflicht

Ein Bewerber muss seinem potenziellen Arbeitgeber grundsätzlich wahrheitsgemäß Auskunft geben. Das Fragerecht besteht aber nicht grenzenlos. Es wird eingeschränkt durch das Interesse des Arbeitnehmers am Schutz seines Persönlichkeitsrechts und an der Unverletzlichkeit seiner Privatssphäre. Lebensumstände, die die Privatsphäre des Arbeitnehmers betreffen sind nach §242 BGB i.V.m. Art.2 I GG, Art.1 I GG besonders geschützt.

Aus diesem Grund darf der Arbeitgeber nur solche Fragen stellen, deren Beantwortung für den angestrebten Arbeitsplatz und/oder die zu verrichtende Tätigkeit von Bedeutung sind. Dazu gehören Fragen nach dem beruflichen Werdegang, einschließlich Ausbildungs- und Weiterbildungszeiten. Die Frage nach bestehenden Wettbewerbsverboten ist zulässig, wenn sie sich auf das einzugehende Arbeitsverhältnis bezieht. Hier ist der Arbeitnehmer verpflichtet von sich auf darauf hinzuweisen.

Auf unzulässige Fragen kann der Arbeitnehmer schweigen oder die Unwahrheit sagen. Beantwortet der Arbeitnehmer aber zulässig Fragen unwahr, kann der Arbeitgeber den Arbeitsvertrags nach §123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten. Hat diese Anfechtung Erfolg, führt sie zur Nichtigkeit des Arbeitsvertrags (§142 I BGB).

Unzulässige Fragen bei Bewerbungen

Unzulässige Fragen in Bewerbungsgesprächen betreffen:

Auskunftserteilung durch den vorherigen Arbeitgeber

Die Beschränkung der Fragerechte zum Schutz des Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers darf nicht dadurch unterlaufen werden, dass der neue Arbeitgeber den vorherigen um Auskünfte über den Bewerber bittet. Grundsätzlich darf dieser zwar Auskünfte geben, er ist aber den gleichen Beschränkungen unterworfen wie der neue Arbeitgeber. Verletzt er diese Beschränkungen, dann macht er sich gegebenenfalls wegen der Verletzung nachvertraglicher Pflichten schadensersatzpflichtig.

Tipp: In der Praxis dürfte es für den Arbeitnehmer jedoch schwierig seine, eine Verletzung des Fragerechts durch den alten Arbeitgeber nachzuweisen. In der Praxis hilft daher nur eins: Dem Arbeitgeber oder Vorgesetzten keine privaten Dinge erzählen.

Bewerbungskosten


Vorstellungskosten

Bittet der Arbeitgeber einen Bewerber zur Vorstellung, so hat der Bewerber einen Anspruch auf Erstattund der Vorstellungkosten, unabhängig davon, ob später tatsächlich ein Arbeitsverhältnis begründet wird (§§ 662, 670 BGB). Erstatten werden müssen beispielsweise Fahrkosten, sowie Mehrkosten für Verpflegung und Unterkunft, falls der Bewerber aufgrund der Entfernung zum Wohnort auswärts übernachten muss.

Verdienstsausfall

Verdienstausfall dagegen ist nicht zu ersetzen. Dieser ist gemäß §§ 629, 616 BGB gegen den bisherigen Arbeitgeber geltend zu machen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der alte Arbeitgeber eine Kündigung ausgesprochen hat und der Arbeitnehmer sich innerhalb der Kündigungsfrist bewirbt. Bittet der Arbeitgeber einen Mitarbeiter sich einen neuen Arbeitsplatz zu suchen, hat dieser den Verdienstausfall im Falle von Bewerbungsgespräche zu tragen. Fordern oder anweisen kann ein Arbeitgeber solche Bewerbungen jedoch nicht (siehe dazu Arbeitsentzung und Bewerbungsreviews)