Es begann mit Chinarinde

Ende des 18. Jahrhunderts, als Johann Wolfgang von Goethe seinen Faust rigoros mit der Ärzteschaft abrechnen ließ, durften Patienten nicht zimperlich sein. Wer die Torturen der Mediziner - Aderlässe, Brech- und Abführmittel - überstand, war von robuster Natur. Bei ernsten Krankheiten bestand wenig Hoffnung auf Heilung. Meist bewirkte die ärztliche Therapie nur, dass der Tod noch rascher eintrat.

Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843), studierter Arzt, machte sich über die damalige Medizin Gedanken. Er gab seine Praxis auf, "Damit ich nicht länger Gefahr lief, Unrecht zu tun.", wie er später schrieb.

Als er 1790 die "Materia medica" des schottischen Wissenschaftlers William Cullen ins Deutsche übertrug, bahnte sich seine große Lebenswende an. Er schluckte Chinarinden-Pulver und beobachtete bald darauf die Symptome des Wechselfiebers an sich selbst. Durch diesen Selbstversuch hoffte er, die wahren Gründe der Heilwirkung zu entschlüsseln. Er machte mit weiteren Mitteln unzählige Selbstversuche an sich und seiner Familie.

1796 schrieb er seine Erkenntnisse am gesunden Menschen nieder. Der Titel lautete: "Versuche über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen". Darin schrieb Hahnemann: "Man ahme die Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andere hinzukommende heilt, und wende in der zu heilenden Krankheit dasjenige Heilmittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen imstande ist, und jene wird geheilet werden."

Hahnemanns Kernsatz:
"Similia similibus curentur - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden."

Der Aufsatz erschien im "Journal der practischen Arzneykunde" an der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität. Die Veröffentlichung gilt als die Geburtsstunde der Homöopathie.
Google
nci-net.de




Portal

Home
Arbeitsplatz
- Mobbing / Bossing
--- Homöopathie


Inhalt

Homöopathie - kurz erklärt

Wirkstoffe

Aconitum
Arsenicum Album
Natrium Muriaticum
Staphisagria
Aurum metallicum
Argentum Nitricum
Ignatia
Pulsatilla
Wasser


Weiter lesen über ...

Mobbing



Impressum

Herausgeber:
Inken Wanzek,
Christine Rosenboom

Impressum
Nutzungsbedingungen
Disclaimer
Haftungsausschluss

Besucher
seit 22.02.03

Homöopathie für Mobbinggeschädigte


Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt

Hinweis:
Wir übernehmen keine Haftung für untenstehende Ausführungen. Diese Seite soll lediglich einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten der Homöopathie geben und ersetzen nicht den Besuch bei Arzt oder Heilpraktiker

Homöopathie - kurz erklärt


Homöopathie wirkt auf Körper, Seele und Geist. In der Homöopathie werden die Mittel im Allgemeinen nach Gemütssymptomen verordnet, d.h. es gibt Mittel für Ängste, Trauer, Depressionen, Wut, Verzweiflung usw.

Das Heilungsgesetz der Homöopathie lautet:
Similia similibus curantur = Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.

Dieses Gesetzt wurde von dem Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann formuliert. Dieses Prinzip sagt, dass wenn ich ein bestimmtes Symptom habe und ein Mittel verabreiche, welches das gleiche oder ein ähnliches Symptom verursacht, dadurch die Selbstheilungskräfte des Menschen (körperlich wie geistig-seelisch) aktiviert werden und es zum Ausgleich = Heilung kommt.

In seiner langjährigen Praxis beobachtete Hahnemann, dass es bei der Verabreichung von Tinkturen des richtig gewählten Mittels oft zu überschießenden Reaktionen, der sog. Erstverschlimmerung, kam. Daher erprobte er verschiedene Verdünnungs- und Potenzierungsmethoden, von denen die sog. C-Potenzen und die LM- oder Q-Potenzen die Gebräuchlichsten sind. Dabei werden die Urtinkturen nicht nur nach einer bestimmten Vorschrift immer wieder verdünnt, sondern durch das Klopfschütteln "potenziert", wobei vor kurzem wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass sich die Moleküle durch die Schüttelschläge verändern und dadurch einer stärkere Wirkung beobachtet werden kann. Das heißt, dass in der Homöopathie die Wirkung eines Mittels nachhaltiger ist, je höher die Potenz! Wir empfehlen im Allgemeinen die Potenz C30 oder C200, die gegebenenfalls auch wiederholt werden können.

Hier nun die gebräuchlichsten homöopathischen Mittel für Personen, die Mobbing oder Schikanen ausgesetzt sind. Dies sind Mittel, die im Akutfall helfen können, aber nicht eine homöopathische Konstitutionsbehandlung ersetzen.

Die hier angegebenen Therapie-Empfehlungen ersetzen in keinem Fall den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.

Wirkstoffe


Aconitum

Aconit ist das akute Schockmittel. Es wirkt sofort und kurzfristig, es ist nur bedingt für länger (mehr als 1-2 Tage) zurückliegende Schocks geeignet. Man nimmt es im frühen Stadium einer Erkrankung ein.

Seine Kennzeichen sind Panikattacken, Todesfurcht, Ruhelosigkeit, Verletzungsschock, Kälteempfinden (auch bei Nachwirkungen von kaltem Wind), plötzlich beginnendes Fieber mit Schüttelfrost, Durst auf große Mengen kalten Wassers, beginnende Erkältung, Kopfschmerz.

Kennzeichen: besser im Freien an frischer Luft; schlechter im warmen Zimmer, nachts und bei kaltem, trockenem Wind, Musik, Tabakrauch

Anwendungsbeispiel: Sie müssen zu einem Gespräch in die Personalabteilung, von dem Sie wissen, dass es nichts Gutes bringt und Ihr Chef Sie auch nicht unterstützen wird. Nehmen Sie vor und nach dem Gespräch Aconit in der C30 oder C200 und wiederholen Sie es eventuell mehrmals.

Arsenicum Album

Arsen ist das große Angstmittel. Es ist verbunden mit großer Erschöpfung, Unruhe, tiefsitzender Existenzangst, Appetitlosigkeit mit Entkräftung und Abmagerung aber großer Durst, wobei nur kleine Mengen getrunken werden, Todesfurcht, Kältegefühl, nächtliche Verschlimmerung aller Symptome und Hustenanfälle, Workoholiker mit Magenproblemen (hier auch oft Nux vomica), Anfälligkeit für Lebensmittelvergiftungen, Kopfschmerzen. Haare ergrauen.

Kennzeichen: besser durch trockene Wärme, kleine Schlucke kalten Wassers und bei Magenbeschwerden Milch; schlechter nachts (besonders zwischen 1 und 2 Uhr), in der Ruhe, bei Kälte und an frischer Luft, bei Druck, Berührungen und Einengung, bei Essengeruch. Die rechte Seite ist schlimmer.

Anwendungsbeispiel: Ihnen wurde der Arbeitsplatz weggenommen und Sie machen sich schon seit längerer Zeit Sorgen bezüglich des Geldes, Ihrer Familie. Sie sind verzweifelt wie es weitergeht und haben Angst vor der Zukunft. Sie fühlen sich ausgelaugt, müde und überarbeitet, können aber nachts nicht schlafen. Alles ist zu viel. Sie glauben, da hilft sowieso nichts mehr, da kann man nichts machen.

Arsen ist auch ein häufiges Konstitutionsmittel. Man nimmt es morgens ein (nicht abends) in der C30, C200 oder konstitutionell als C1000 (in Absprache mit Ihrem Homöopathen).

Natrium Muriaticum

Natrium muriaticum oder Natrium Chloratum (=Kochsalz) reguliert den Wasserhaushalt im Körper. Es ist das große Trauer- und Kummermittel.

Kummer, der immer noch frisch ist auch wenn das Ereignis schon länger zurück liegt, Trauer bei Verlust eines Menschen oder des Arbeitsplatzes, tiefe Enttäuschung mit Abneigung gegen Trost, Trockenheit aller Schleimhäute, aufgesprungene Lippen, Verlangen nach Salzigem, Abneigungen gegen Geschlechtsverkehr, wie zur Salzsäule erstarrt oder zur Weinerlichkeit neigend.

Kennzeichen: besser im Freien, auf einer harten Unterlage für den Rücken, auf der rechten Seite liegen, kalt Baden; schlechter zwischen 9 und 11 Uhr, auf der linken Seite, am Meer, durch Sonnenstrahlen oder Hitze, körperliche oder geistige Anstrengung wie Lesen, Schreiben, Geräusche, Musik.

Anwendungsbeispiel: Der Verlust des Arbeitsplatzes führt zur Erstarrung mit tiefer Trauer, die nicht geäußert werden kann. Man zieht sich zurück und wird kontaktarm. Da Natrium muriaticum ein weit verbreitetes Konstitutionsmittel ist, sind hohe Potenzen wie C200 oder C1000 oftmals angezeigt.

Staphisagria

Staphisagria ist das Mittel bei Demütigung und Mißbrauch. Liebenswürdige Menschen voller unterdrückter Gefühle, häufig mit seelischem Trauma in der Vorgeschichte (auch sexueller Mißbrauch), nach Mißhandlungen, menschenscheu, mit unterdrückter Wut, Empörung über die Mißhandlung/Demütigung; später - im Typ Wilder Staphisagria - mit Wutausbrüchen und Reizbarkeit, Verlangen nach sexuellen Exzessen.

Müdigkeit, Abgespanntheit (morgens nach Aufstehen), Folge von operativen Schnitten, ständige Gedanken an Sexualität mit Reizblase. Verlangen nach Tabak. Heißhunger auch wenn Magen voll ist.

Kennzeichen: besser nach dem Frühstück, in Wärme und bei Nachtruhe; schlechter bei Ärger, Kummer, nach sexuellen Exzessen oder Tabakgenuß.

Anwendungsbeispiel: Ein Mann wurde in der Jugend geschlagen und gedemütigt. Durch Mobbing am Arbeitsplatz werden die alten Programm aktiviert und die unterdrückte Wut richtet sich gegen ihn selbst bzw. seine Partnerin. Es kommt zu Problemen auf körperlicher Ebene (Nerven-, Haut-, Magen-/Darmprobleme, Probleme im Bereich der Sexualorgane, OPs) und im sexuellen Bereich (z. B. vulgäre Sprache). Der Tabakkonsum steigt. Alles dieses führt zu weiterer Verschlechterung seiner Situation. Hier ist eine C200 oder in Absprache mit einem Homöopathen eine C1000 angezeigt.

Aurum metallicum

Aurum (= Gold) ist ein Mittel bei schweren Depressionen mit Suizidneigung. Heftige bohrende Kopfschmerzen, tiefe Melancholie, Haßgefühle. Haarausfall, Blutdrang zum Kopf (man kann die Arterien z. B. an den Schläfen pulsieren sehen), ernsthafter, erfolgreicher, religiöser Mensch mit intensiver Ausstrahlung, meist älteren Jahrgangs.

Kennzeichen: besser durch Wärme, im Sommer, im Freien; schlechter im Winter, bei Kälte, im Liegen, nachts.

Anwendungsbeispiel: Durch Mobbing am Arbeitsplatz verliert ein Angestellter, der immer sehr gewissenhaft seine Arbeit verrichtet hat, seine Identifikationsgrundlage und erlebt einen schweren Einbruch seines Selbstwertgefühls. Durch Fortgesetztes Mobbing kommt er schließlich über verschiedene Stadien in den Zustand einer tiefen Depression, zum Aurum-Zustand.

Wenn er keine Erholung erhält und weiterhin massive Selbstwerteinbrüche über ihn kommen, kann es zu Selbstmordgedanken kommen.

Aurum wird eher in hohen Potenzen verabreicht, also C200 oder besser C1000.

Die Konsultation eines guten Homöopathen ist notwendig.

Argentum Nitricum

Argentum nitricum (= Silbernitrat, Höllenstein) ist anzuwenden bei Erwartungsspannungen und nervösem Übereifer. Zittern der Glieder, angstvolles, impulsives Wesen, gealtertes Aussehen. Schwindel, Migräne, chronische Heiserkeit mit Splitterschmerzen im Hals. Diarrhoe aus Angst vor bevorstehenden Ereignissen wie Prüfungen, grüner Stuhl, Verlangen nach Süßigkeiten, die aber nicht vertragen werden.

Kennzeichen: besser durch Kälte und kalte Anwendungen, Wind im Gesicht, frische Luft, Druck; schlechter bei kaltem Essen, nach dem Essen, Süßigkeiten, Wärme.

Anwendungsbeispiel: Eine Frau stopft nach Streit mit Kollegen Süßigkeiten in sich hinein.

Hier sollte auch untersucht werden, ob eine Amalgambelastung besteht. In diesem Falle wäre eine Zahnsanierung (Ausbohren des Amalgam bei abnehmendem Mond, Ausleitung mit Homöopathie, Chlorellaalge u.a.) anzuraten. Im akuten Fall C30 oder C200.

Ignatia

Ignatia ist eine Kummerarznei überwiegend für Frauen und Kinder. Nervöse, hysterische, dunkelhaarige Frauen, die leicht zu Krämpfen, Migräne neigen, empfindsam und sensibel sind.

Depressive Stimmung, Traurigkeit, stiller Kummer nach vorausgegangener Enttäuschung oder Kränkung, enttäuschter Liebe. Kann über unglückliche Ereignisse nicht hinwegkommen, unwillkürliches Seufzen. Launenhaftigkeit mit Wechsel zwischen Heiterkeit und Melancholie, Lachen und Weinen. Das Mittel der großen Widersprüche.

Kennzeichen: besser durch Essen, Schlucken, Wärme, Druck, Gehen; schlechter nach Berührung, Kaffee, Tabakrauch, am Morgen.

Anwendungsbeispiel: Frauen mit eher südlichem Temperament, die eine Enttäuschung nicht verkraftet haben, mit stillem Kummer leiden und alles in sich hineinfressen, was ihnen hilft. C30 oder C200.

Pulsatilla

Pulsatilla ist ein Mittel für sanftmütige, schüchterne, empfindsame Menschen, oft hellhäutig und blond. Meist Frauen. Neigung zu Melancholie und Weinerlichkeit, Trost bessert. Launenhaftigkeit, wechselnde Stimmungen. Erkältungsneigung, Frösteln, aber Abneigung gegen Wärme. Migräne. Kein Durst. Schlaflosigkeit, endlich Schlaf zur Weckzeit.

Kennzeichen: besser durch Trost, Bewegung im Freien und frische Luft, kalte Anwendungen, kaltes Essen, Getränke; schlechter abends, durch Wärme, fettes Essen, vor und während der Menses.

Anwendungsbeispiel: Nach Mobbing läuft die eher schüchterne Kollegin, die ev. neu in der Abteilung ist, auf die Toilette und weint. C30 oder C200 ist im akuten Falle hilfreich.

Pulsatilla sollte nicht während einer Schwangerschaft genommen werden.

Wasser

Was machen Sie, wenn Sie in Stress geraten, aber kein homöopathisches Mittel zur Hand haben?

Wasser trinken!