Notfall-Karte-Kündigung

Bei einer Kündigungsandrohung:

  1. Ruhe bewahren!

  2. Betriebsrat aufsuchen!

  3. Personalgespräche nur in Begleitung eines Betriebsrats führen!

  4. Sich mit anderen Betroffenen zusammen tun!

  5. Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen!

  6. Bei einer betriebsbedingten Kündigung:

    1. Stellen im HRM suchen, auf die man (mit Weiterbildung!) passt!
    2. Bewerben!
    3. Mitarbeiter mit vergleichbarer Tätigkeit suchen, die jünger sind, kürzer bei der Firma, weniger Unterhaltsverpflichtungen haben!
    4. "Fragebogen zur Kündigungsanhörung" ausfüllen. download hier
  7. Der Betriebsrat kann innerhalb einer Frist von 7 Tagen (bei außerordentlicher Kündigung: 3 Tage) nach Eingang des Kündigungsbegehrens der Kündigung schriftlich und qualifiziert widersprechen. Eine wichtige Grundlage für den schriftlichen Widerspruch des Betriebsrates ist der ausgefüllte "Fragebogen zur Kündigungsanhörung".
    Hat der Betriebsrat der betriebsbedingten Kündigung qualifiziert und fristgerecht widersprochen, und kündigt der Arbeitgeber trotzdem, besteht ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung und Gehaltsfortzahlung bis zum Ende der Kündigungsschutzklage.

Bei erfolgter Kündigung:

  1. Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von 21 Tagen beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Man kann sie selbst einreichen oder dies durch einen Fachanwalt für Arbeitsrechts machen lassen. Wir empfehlen letzteres. Ansonsten sind alle Ansprüche verwirkt.
  2. Prüfen, ob der Anwalt die Kündigungsschutzklage, einen Antrag auf Weiterbeschäftigung gemäß §102 BetrVG und Gehaltsnachzahlung im Falle des Obsiegens in der 1. Instanz eingereicht hat.
http://www.nci-net.de/ info@nci-net.de
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