Erfahrungen

Erfahrungsberichte festigen Überlegungen. Dazu sollen diese Berichte hier dienen. Allerdings sollte man immer Bedenken, dass es individuelle Erfahrungen sind. Käme man mit solchen Erlebnissen zurecht, kann auch eine Entscheidungshilfe für oder gegen eine beE sein.
Google
nci-net.de




Portal

Home
Stellenabbau
- Sozialvertr. Stellenabbau
-- beE
--- beE-Berichte


Inhalt

beE-Berichte
2008
2007
2006/2005
2003/2004


Weiter lesen über ...

beE
Aufhebungsvertrag
Outplacement
Abfindung




Impressum

Herausgeber:
Inken Wanzek,
Christine Rosenboom

Impressum
Nutzungsbedingungen
Disclaimer
Haftungsausschluss

Besucher
seit 22.02.03

beE-Erfahrungsberichte


Es geht nichts über praktische Erfahrung



2008


15.09.08:   Persönlicher beE-Bericht

Diese Berichte und Interviews geben den persönlichen Eindruck von Kolleginnen und Kollegen wieder. Es sind subjektive Eindrücke und es gibt bestimmt noch ganz viele andere. Die Berichte wurden nicht gefiltert oder redaktionell überarbeitet.

Positive Erfahrung nach einem Monat beE
In meinem ersten Monat habe ich inzwischen drei der sechs "Pflicht"workshops besucht.
  1. Motivations-Workshop ist pyscho-sozialer Natur und ich empfand ihn als gute Einstiegsveranstaltung,
  2. Bewerbungsunterlagen erstellen (viel trockene Info) für mich weniger spannend und unglaublich ausführlich ;-)
  3. Jobcenter-Workshop beschreibt die Arbeit der Mitarbeiter des Jobcenters, durchaus interessant.
Im Kontakt mit den Referenten und Angestellten habe ich den Eindruck gewonnen, dass man dort wirklich bemüht ist, die Mitarbeiter ein Stück weit ( auch menschlich ) aufzufangen, und in ihrer Planung und dem weiteren Vorgehen zu beraten und zu unterstützen.

Es scheint mir sinnvoll organisiert. Im Jobcenter, das offenbar wirklich gute Kontakte zu mittelständischen Firmen hat, gehen echte, durchwegs attraktive Stellenangebote ein, die sofort den passenden MA angeboten werden.

Für Mitarbeiter wie mich, die sich nicht vermitteln lassen wollen, besteht die Möglichkeit sich über Existenzgründung zu informieren.

Da ich in den beiden beE Jahren eine -nicht technische- Ausbildung anstrebe, werde ich von meiner Beraterin auch auf diesem Weg gut unterstützt und die Entscheidung nicht vermittelt werden zu wollen, wurde als selbstverständlich aufgenommen.

Mein Feedback an die Beraterin, die Workshops sollten besser passend zur grundsätzlichen Ausrichtung der MA ausgewählt werden, wurde erstmal wohlwollend aufgenommen. ;-)

Alles in allem habe ich den Eindruck gewonnen, dass es oft ein bisschen an der Haltung der Mitarbeiter liegt, wie gut sie in der Transfergesellschaft zurecht kommen.

Natürlich sind viele immer noch wütend und entäuscht ( verständlich) weil sie ihren Arbeitsplatz aufgeben mussten, trotzdem denke ich, nachdem man die Entscheidung getroffen hat, sollte man sich langsam in die Zukunft ausrichten. Und da ist die Möglichkeit in der Transfergesellschaft für 85% des Gehalts zu verbleiben, bei aller Tragik dahinter, erstmal eine faire Chance.

Soweit meine ganz persönliche Erfahrung aus einem Monat KompTime.

2007


20.11.07:   Formulieung im beE-Zeugnis
18.11.07:   Erlebnisse von 50plus Mitarbeitern in der beE
18.09.07:   Vergleich in Zeugnisklage
16.09.07:   Theorie und Praxis
21.07.07:   Keine großen Erwartungen
02.03.07:   Neuer Job? - Doch nicht so einfach

Diese Berichte und Interviews geben den persönlichen Eindruck von Kolleginnen und Kollegen wieder. Es sind subjektive Eindrücke und es gibt bestimmt noch ganz viele andere. Die Berichte wurden nicht gefiltert oder redaktionell überarbeitet.

beE: Erlebnisse von 50plus Mitarbeitern in der beE
Kollegen, die im Sommer 2005 in die beE gegangen sind, erzählten auf einem Treffen von ihren Erfahrungen mit der 50plus-Gruppe in der beE.

Aus ihrer Sicht seien die offiziellen Aussagen, dass mehr als 50 Prozent der 50plus-Teilnehmer vermittelt worden seien, ziemlich übertrieben. Von den ca. 50 Kollegen seien ihrem Kenntnisstand nach lediglich zwei vermittelt worden. Einer als Energieberater mit ca. 2.500 Euro Brutto (vorher ca. 6000 - 7000 Brutto) und einer als Hausmeister. „Das dürfte auch nicht so berauschend sein.“, so ein Kollege. Beim Rest: Fehlanzeige.

Atmosphärisch käme es in der beE auf den jeweiligen Betreuer an. Manche Betreuer wären schikanöser, dort müssen die Kollegen jede Woche Bericht erstatten, mindestens 5 Bewerbungen pro Woche schreiben und auch ständig Telefoninterviews führen). Andere dagegen würden es sinnvoller angehen.

Verschiedentlich wurde in der beE versucht, den 50plus-Teilnehmern Jobs mit 7 Euro Stundenlohn (oder vergleichbar) schmackhaft zu machen. Dies, so die beE-Betreuer, sei doch besser, als in der beE herumzusitzen. „Na, und vor allem billiger für den beE Veranstalter.“, so ein 50plus-Teilnehmer.

Eine Vertreterin des Kultusministeriums war auch einmal in der beE zu Besuch. Sie fragte „Hätte nicht jemand Lust als Lehrer zu arbeiten?“ Der Pferdefuß: Natürlich nicht als festangestellter Vollzeitlehrer, sondern als Springer auf Stundenbasis (ca. 15 Euro die Stunde). Es gibt jedoch auch ein, zwei Kollegen, die tatsächlich noch Vollstellen als Lehrer bekommen haben. Es gibt jedoch ein Höchstalter für den Quereinstieg in das Lehramt z.B. an beruflichen Schulen, an Gymnasien ist dies ähnlich. Die Altersgrenze liegt bei 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung. In Fällen, in denen dringender Fachbedarf besteht, kann diese Grenze bis auf 45 Jahre erhöht werden. In Bayern war dies beispielsweise im Fach Mathematik 2004 der Fall, da wurde der Quereinstieg von Diplom-Mathematikern auf das Alter von 45 Jahren heraufgesetzt.

Die Erfahrungen der 50plus-Teilnehmer mit dem Arbeitsamt sind ebenfalls durchwachsen. Grundaussage der Agentur für Arbeit: „50plus mit EWSD, Mobilfunk bzw. Telekommunikationsvergangenheit bei Siemens - das können sie vergessen.“
(iw/cr)

beE: Formulieung im beE-Zeugnis
Nach wie vor stoßen sich beE-Mitarbeiter an der Formulierung in ihrem Zeugnis: "Herr XY befand sich vom 01. Juni 2005 bis zum 31. Mai 2007 in einer betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (beE) zur Weiterqualifizierung und Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt."

Sie hatten gehofft, dass Siemens aufgrund der Klage eines beE-Mitarbeiters, die in einem Vergleich zur Zufriedenheit des Mitarbeiters endete, diese ungünstige Formulierung in den anderen beE-Zeugnissen freiwillig ändern würde. Siemens und Nachfolgeunternehmen scheinen dazu aber nicht bereit zu sein. Eine Verpflichtung, auch die anderen Zeugnisse zu ändern, wie manche Mitarbeiter dachten, besteht für Siemens aufgrund dieses Vergleiches nicht. Auch im Falle eines Urteils würde eine solche Verpflichtung nicht entstehen.

Mitarbeiter, die diese Formulierungen aus dem Zeugnis entfernt haben wollen, empfehlen wir auf die entsprechende Personalabteilung zuzugehen und auf diesen Vergleich zu verweisen. Lehnt die Personalabteilung eine Änderung ab, bleibt nur der Klageweg.

Siemens: Vergleich in Zeugnisklage
Ein Kollege klagte vor dem Arbeitsgericht München gegen die Verwendung folgender Formulierung im Zeugnis (wir berichteten):

"Herr XY befand sich vom 01. Juni 2005 bis zum 31. Mai 2007 in einer betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (beE) zur Weiterqualifizierung und Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt."

Letzte Woche fand die Güteverhandlung (AKZ: 13 Ca 8808/07) zu der Klage gegen die Siemens AG wegen Zeugnisberichtigung statt. Überraschenderweise wurde eine Lösung gefunden. Der Vergleich beinhaltet u.a., dass oben genannter Passus, wie vom Arbeitnehmer verlangt, ersatzlos gestrichen wird. Auch der Begriff Transfergesellschaft darf nicht verwendet werden.

Das Austrittsdatum steht, wie ebenfalls vom Kläger gefordert, nicht mehr im letzten Satz, sondern im ersten Satz. Weiter wird die Tätigkeitsbezeichnung um einen aufwertenden, zusätzlichen Begriff erweitert.

Der Kläger (Arbeitnehmer) zog im Gegenzug seine Klage wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zurück. Diese hatte er eingereicht, da die Zeugnisse der Mitarbeiter, die die beE vor Ablauf verlassen hatten, oben genannten Passus nicht beinhalteten.

Die Klage hat sich aus Sicht des Mitarbeiters durch diesen Ausgang jedenfalls absolut gelohnt. Die neuen Zeugnisformulierungen, die jetzt erstellt werden müssen, sind wesentlich günstiger als die, die beE zu formulieren bereit war.

In der Güteverhandlung sagte die Richterin zu den beiden Anwälten der Siemens AG, sie finde es "sehr bedenklich", dass offenbar bei vor Ende der beE-Laufzeit ausscheidenden Mitarbeitern jeglicher Hinweis auf die beE regelmäßig fehle. Sie meinte sinngemäß, im Extremfall würde das ja bedeuten: Wenn Herr XY einen Tag vor Ende der beE-Laufzeit ausgeschieden wäre, hätte er den strittigen Passus nicht im Zeugnis gehabt, einen Tag später aber schon. Sie fragte, ob mehr Klagen in dieser Richtung eingereicht worden seien, was verneint wurde. Die Richterin äußerte Verständnis dafür, dass Herr XY befürchte, künftige potentielle Arbeitgeber könnten die bisherige Zeugnisformulierung nicht wohlwollend auffassen.

Mindestens zwei Mal wurde seitens der Richterin die Beklagtenseite gefragt, ob die Siemens AG keine Möglichkeit sehe, den Kläger so zu behandeln wie diejenigen, die vor Ende der beE-Laufzeit ausgeschieden seien. Die Siemens AG verwies in der Antwort auf mögliche weitere beE-Wellen und befürchtete, dass sich die Mitarbeiter dann auf Herrn XY beziehen könnten. Aus diesem Grunde könne man der Forderung des Herrn XY nicht entsprechen.

Wer erwägt, in eine beE der SAG, NSN oder SEN zu gehen, sollte vor Unterzeichnung des beE-Vertrages einzelvertraglich versuchen, zu vereinbaren, dass obiger beE-Passus nicht im Endzeugnis stehen darf. Dies bedarf aber dann der Schriftform mit Unterschrift. Dabei kann man sich auf diesen Vergleich beziehen.

beE Theorie und Praxis

Aktuelle beE-Werbewochen
Zur Zeit laufen die beE-Informationsveranstaltungen, auf denen mit solchen Superlativen nur so um sich geworfen wird: 50 % Vermittlungsquote nach einem Jahr, 82 % Vermittlungsquote nach 2 Jahren in München, selbst bei den über Fünfzigjährigen (ÜFü`s) habe man 62 % vermittelt. 50 % der Vermittelten hätten keine Gehaltseinbußen. Eigener Platzierungsberater, Entwicklung einer Bewerbungsstrategie, etc. Darüber hinaus ständiger Kontakt der beE zu über 4000 !!! Unternehmen. Kurse, Workshops wie Existenzgründung und spezielle 50+ Aktionen bis zum Abwinken.

Also nichts wie rein in diese Job-Generierungs-Maschine, oder lieber doch nicht ???

NCI hat einige beE - Insassen mit Startzeitpunkt 01.10 bzw. 01.12.2006 nach ihren Erfahrungen gefragt. Die Praxis zeigt, dass zwischen den Aussagen, die in den Info-Veranstaltungen gemacht werden und der beE-Realität mitunter doch Welten liegen.

beE Einführungsveranstaltung / Werbewochen 2006
Auch im Jahre 2006 wurden die Vortragenden seinerzeit nicht müde, in keiner Weise nachvollziehbare Vermittlungsquoten vorzustellen. Erstmals wurde damals speziell auf die Aktion 50+ hingewiesen. Näheres hierzu unter dem Punkt Workshop 50+. Dem Zuhörer wurde eine gewisse Zwanglosigkeit suggeriert. "Wir unterstützen Sie zunächst bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen, die späteren Anpassungen können Sie dann auch am Ufer des Starnberger See`s machen" (Zitat Ende).

beE Aufnahme 2006
Nach Übertritt in die beE ist ein Antrag auszufüllen, der für die Agentur für Arbeit bestimmt ist. Die beE unterstützt hierbei, ohne im Vorfeld schon mal Wunschdenken auszuschließen. Schließlich ist das Produkt noch nicht gekauft. In bezug auf Gehalt, Arbeit und Arbeitsort dürfen vom beE-Neuling hier völlig realitätsfremde Vorstellungen geäußert werden. Die Realität wird einem dann später beigebracht.

beE Workshops 2006
In den ersten Wochen und Monaten hat der beE`ler sieben eintägige Workshops (WS) als Pflichtprogramm zu absolvieren. Die WS sind von unterschiedlicher Qualität, was wiederum vom Inhalt und vom Vortragenden abhängt.

Was auffällt ist die ständige Durchmischung der Teilnehmer. Man besucht jeden Workshop mit anderen Teilnehmern. Wahrscheinlich soll so eine Gruppenbildung mit Erfahrungsaustausch verhindert werden. Eine Teilnehmerliste mit den email-Adressen wird von der beE mit Hinweis auf Datenschutz nicht verteilt. Man ist hier auf Eigeninitiative angewiesen. Im folgenden kurz die Inhalte und die Beurteilungen der befragten Teilnehmer:

WS 1: Orientierungs - Workshop
In diesem Workshop (WS) geht es um das Selbstwertgefühl, Strategien im Umfang mit sich selbst, Fokussierung auf eigene Stärken, Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, etc. Einige Arbeitsblätter sind zu bearbeiten, Gruppenarbeiten. Der Workshop wurde von den meisten Teilnehmern als unproblematisch empfunden. Hilft nicht wirklich weiter, schadet aber auch nicht.

WS 2: Wege in den Markt + Bewerbungsunterlagen
Hier werden Grundlagen zum aktuellen Bewerbungsprozess vorgestellt. Was gehört zur Bewerbung? Erarbeiten, Struktur und Darstellung des Lebenslaufs, Kompetenzprofil, Anschreiben. Bewerbungsarten. Stolpersteine im Bewerbungsprozeß. Info über Stellenbörsen. Sinnvoller WS vor allem für diejenigen, die sich seit 20 Jahren nicht mehr beworben haben / bewerben mussten.

WS 3: Jobcenter
In diesem WS wird das sog. Job Center der beE vorgestellt. Hier klaffen Anspruch und Wirklichkeit am weitesten auseinander. Theoretisch hört sich das alles gut an: Arbeitsmarktanalyse, Aufbau und Pflege eines externen Firmennetzwerks (Kontakt zu über 4000 Unternehmen*), regelmäßiger Kontakt zu allen Siemens Bereichen*, aktive Plazierung von Bewerbungen, Versendung von Jobnewslettern, etc. In der Realität sind hier jedoch keine nennenswerten Erfolge sichtbar.

* Info aus beE-Flyer " Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens".

WS 4: Erfolgreich Telefonieren
Hier werden Strategien erarbeitet, wie Telefonate mit Personalabteilungen in den Bewerbungsprozess einbezogen werden können / werden sollen. Im Praxisteil wird von jedem WS-Teilnehmer erwartet, dass er im Beisein eines Mitarbeiters aus dem beE-Team ein Bewerbungs-Telefonat mit einem realen Unternehmen führt. Ein WS, dessen Inhalt nicht auf breite Zustimmung traf (um es mal vornehm auszudrücken).

WS 5: Interviewtraining
Dieser WS soll Handwerkszeug vermitteln, wie man sich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Teilweise mit Kameraeinsatz werden hier in Form von Rollenspielen Bewerbungsgespräche geführt. Für Leute, die aus der Übung sind, stellt dieser WS eine Hilfe dar. Allerdings, wie auch WS 4, nichts für schüchterne Zeitgenossen.

WS 6: Infoveranstaltung 50+
In der Entscheidungsphase "beE-Eintritt 2006 ja/nein ?" wurde dieses Thema seinerzeit auch angepriesen wie sauer Bier. Es wurde eine ungeheure Erwartungshaltung bei den über 50-Jährigen (ÜFü`s) erzeugt.

Als dann nach 8,5 Monaten beE-Verweildauer dieses Thema in Form einer Pflicht-Informationsveranstaltung (also kein WS) erstmals aufgegriffen wurde, war das Erstaunen doch recht groß. Hatte man mit besonderen Bewerbungsstrategien mit Tipps und Tricks für die ÜFü`s gerechnet, auf die man eigentlich schon zur Beginn der beE gewartet hatte, gab es stattdessen einen sehr ausführlichen Vortrag über die Gesetzesreform der Bundesregierung "Initiative 50+". Unter bestimmten Umständen können hier ältere Arbeitnehmer für einen gewissen Zeitraum bei Wiedereinstellung die Zahlung einer Entgelt-Differenz und Arbeitgeber einen Eingliederungszuschuß erhalten. Dann folgte noch eine Gruppenarbeit zur Frage "Soll man diese Initiative 50+ als Info für den zukünftigen Arbeitgeber im Anschreiben, im Vorstellungsgespräch oder wie auch immer erwähnen?". Schön, dass man die aktuellen gesetzlichen Regelungen nun kennt, aber weiter hilft das den Job-Suchenden nicht. So, hätten wir das mit den ÜFü`s auch abgehakt.

WS 7: Manage yourself
Ziel dieses WS ist es, nach etwa der Hälfte der beE-Verweildauer den bisherigen Bewerbungsprozess aufzuarbeiten. Welche Änderungen sind in der Strategie notwendig? Was hat der Bewerber bisher falsch gemacht?

Ziel des WS ist ein "Veränderungsvertrag mit sich selbst" (Zitat Ende) Kritik an der beE -vornehmlich in Richtung Jobcenter und Jobnewsletter- wird zwar säuerlich entgegengenommen, Änderungen / Verbesserungen werden aber nicht in Aussicht gestellt. Frage nach Vermittlungszahlen werden von den Vortragenden mehr oder weniger geschickt umgangen. Die Vermittlungszahlen der ÜFü`s seien ganz schwierig zu ermitteln, da man nicht wisse, ob sich diese Personengruppe überhaupt noch richtig um einen neuen Arbeitsplatz kümmern. Auch über die Gehaltseinbußen der Vermittelten verfüge man nur über sehr lückenhafte Informationen. Aha, in den Werbewochen klang das noch ganz anders.

beE Alltag
Zwischen diesen Workshops findet der beE Alltag statt, in dem sich der beE`ler lt. Aufhebungsvertrag aktiv am Bewerbungsprozess beteiligt / beteiligen muss. D.h. der beE-ler scannt primär die diversen Stellenangebote im Internet und Tageszeitungen, hinterlegt seinen Lebenslauf in diversen Jobbörsen, aktiviert Headhunter , bewirbt sich und führt Bewerbungsgespräche, wenn er sie bekommt.

Unterbrochen wird diese Tätigkeit von allerlei, durch die beE angestoßene, Aktivitäten. Diese sollen im folgenden kurz vorgestellt werden:

Treffen mit persönlichem Betreuer / Betreuerin
Unmittelbar nach beE-Übertritt erhält jeder einen persönlichen Betreuer/in. Dieser Betreuer betreut ca. 30 beE-Insassen (Zahlen schwankten von 25 bis 40 je nach Anfrage) und ist Ansprechpartner für alle bewerbungstechnischen Belange bis hin zum Üben von Bewerbungsgesprächen.

Zunächst unterstützt er/sie jedoch bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und gibt Tipps und Ratschläge. Kontakt ist wöchentlich vorgesehen, persönliche Beratungsgespräche etwa alle 4 Wochen.

Hat der Betreuer den Eindruck, dass sich der beE-Insasse nicht ausreichend um den Bewerbungsprozeß, sprich um einen neuen Job kümmert, kann es auch von Zeit zu Zeit zu unangenehmeren Gesprächen kommen. Die von uns befragten Kollegen haben/hatten den Eindruck, dass diese Betreuer ihrerseits einem gewissen Vermittlungsdruck unterliegen, den sie nach unangenehmen Gesprächen mit ihren Vorgesetzten an die beE-Insassen weitergeben. D.h. aus dem anfänglichen Coaching wird nach einiger Zeit ein Controlling. Ein Wechsel des Betreuers/in ist jedoch möglich und unproblematisch. Aber wie war das noch mit dem Regen und der Traufe?

Weiterbildung / Qualifizierung
In der ersten beE standen jedem beE`ler noch 4000 € für Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, eine Summe die von den Arbeitnehmervertretern im Beirat der beE schon damals als vergleichsweise gering angesehen wurde.

In der aktuellen beE 2006 wird dieses Thema noch restriktiver behandelt. Außer Englisch-Kursen werden Weiterbildungsmaßnahmen nur genehmigt wenn der neue Arbeitgeber diese Maßnahme quasi als Einstellkriterium fordert, so die Aussage der beE-Verantwortlichen - eine Sichtweise, die absolut praxisfremd ist. Welcher Arbeitgeber sagt die Einstellung eines Entwicklers oder eines Projektmanagers zu, wenn dieser vorher erst noch wesentliche Teile seines zukunftigen Aufgabengebietes (Programmiersprache, Management-Methode, etc.) in einem Kurs "lernen" muß. Am derzeitigen Arbeitsmarkt sind ausreichend Kräfte, die dies bereits können und zur Verfügung stehen.

Interessant ist hier, dass auch im neuesten Flyer "Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens" das Thema Weiterbildung/Qualifizierung nicht erwähnt wird, obwohl er sonst voller Superlativen ist.

Eine Qualifizierung, außer vielleicht für den Bewerbungsprozeß, findet somit nicht statt.

Jobnewsletter / Jobcenter

"Unser Job-Center knüpft für Sie die Kontakte zum Arbeitsmarkt"

Dieses Zitat ist aus dem aktuellen Flyer " Für Sie zur Stelle. Placement@Siemens".

Wie sieht das nun in der Praxis aus ?

Im Abstand von 1 bis 3 Wochen versendet das beE-Jobcenter einen Job Newsletter an alle beE`ler. In jedem Job Newsletter sind zwischen 40 … 90 Stellenangebote über ein riesiges Aufgabenspektrum enthalten: Von der Sekretärin, Financial Controller, Facharbeiter, Technical Sales Engineer, strategischer Einkäufer, Patentingenieur, Referent für Regale- und Lagereinrichtung, Grafiker, SW-Entwickler, Referent für Zoll- und Außenhandelsrecht, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Meister im 3 Schicht-Betrieb bis hin zum Geschäftsführer mit Schwerpunkt Personal (Stellen aus aktuellen Newslettern).

Obwohl man sein Profil (Lebenslauf, angestrebte Aufgabe, Gehaltserwartung, etc.) im Jobcenter im sog. Talentlink hinterlegt hat, bekommt jeder beE`ler diesen Wust an Stellen zugeschickt und muss sich durcharbeiten. Die zu beE- Beginn in Aussicht gestellte Selektion (jeder bekommt per Newsletter nur die Stellen, auf die er passt) konnte noch nicht realisiert werden bzw. war eigentlich nie geplant (verschiedene Antworten je nachdem wen man fragt).

Mit allen Personalentscheidern, die für diese Stellen verantwortlich sind, steht das beE-Jobcenter nach eigenen Aussagen in bestem Kontakt. Fühlt man sich durch eine Stelle angesprochen so gibt man dies dem beE-Jobcenter bekannt. Das Jobcenter gibt dann diese Bewerbung nach nochmaliger Übergabe seines Lebenslaufes exklusiv an die suchende Firma weiter. Hat die ausschreibende Firma Interesse so erhält der Bewerber ein Feedback, besteht kein Interesse so erhält der Bewerber keinerlei Informationen warum er nicht passt.

Weiterhin führt das beE-Jobcenter nach eigenen Aussagen ständig einen Abgleich der offenen Stellen mit den Lebensläufen der beE-Insassen durch und platziert ohne Mitteilung an den "Bewerber" eigenständig Bewerbungen am internen und externen Arbeitsmarkt. Der Bewerber erhält hier keinerlei Information, ob und wenn ja wie oft er wo vorgestellt wurde. Das Controlling ist halt nur in eine Richtung geplant. Ein Zustand der von den Befragten als stark verbesserungswürdig angesehen wurde.

Auf die Frage, warum bei fast 4000 offenen internen Siemens-Stellen so wenige Kollegen zurück nach Siemens vermittelt würden, erhielt ein von NCI Befragter die Antwort, dass dies bei freiwilligem Eintritt in die beE schwierig sei. Zurück nach Siemens bzw. nach Nokia Siemens Networks ist eigentlich nicht geplant.

Auch dies steht im krassen Gegensatz zu den Aussagen im besagten Flyer:

"Durch unseren engen Draht zu den Recruitern aller Siemens Bereiche bieten wir Ihnen optimale Bedingungen, innerhalb des Konzerns einen neuen Job zu finden."

Wenn das so wäre müsste der Suchende ja garnicht erst den risikobehafteten Schritt in die beE tun.

Firmenpräsentationen
In unterschiedlichen Abständen (ca. 1x / Monat) finden in den Räumen der beE Firmenpräsentationen statt. Hier können die beE-Interessenten direkt mit den Firmenvertretern von z.B. Teleca, Yacht, EADS diskutieren und ihnen bei Interesse Bewerbungsmappen übergeben. Hier ist Eigeninitiative angesagt, die beE stellt nur die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Jobmessen
In größeren Abständen (ca. 1x / Halbjahr) werden von der beE Jobmessen veranstaltet. Hier wird eine Messehalle (z.B. M.O.C) angemietet, in der zahlreiche Firmen Stände aufbauen und für Informations- Gespräche zur Verfügung stehen. Parallel laufen in diversen Vortragsräumen Präsentationen dieser Firmen. Von Vorteil ist hier -wie auch bei den Firmenpräsentationen-, dass man um die jeweiligen Personalabteilungen herum direkt mit Vertretern der suchenden Fachabteilungen in Kontakt kommt. Bei der letzten Jobmesse im Juli 2007 (Pflichtveranstaltung für beE`ler) waren u.a. Firmen wie BeOne Group, Ferchau, HUAWEI, LFK Lenkflugkörpersysteme GmbH, Continental, qimonda, IABG, BMW, Roche, Yacht, eon vertreten. Auch hier ist Eigeninitiative gefragt.

Selbständigkeit
Neben der Jobsuche unterstützt die beE natürlich auch verschiedene Wege in die Selbständigkeit.

Initiativgruppen Existenzgründung / Existenzgründerworkshops
Diese Gruppen sollen ein Forum für all diejenigen bieten, die sich ernsthaft mit dem Gedanken an eine Selbständigkeit tragen. Um den unterschiedlichen Geschäftsideen Rechnung tragen zu können, wurden in der aktuellen beE in München vier Gruppen mit den Schwerpunkten "Training und Schulung"; "Beratung und sonstige freie Berufe"; "Handel, Handwerk, Produktion, Marketing, Vertrieb"; "Technik und Ingenieurdienst- leistungen" gebildet.

Sehr positiv aufgenommen wurden hier die beE-Vorträge zu den Themenkomplexen Businessplan, Scheinselbständigkeit, Rechtsformen, Vertragsgestaltung, Haftung, Gründungszuschuß, etc. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass zunächst einmal eine tragfähige Geschäftsidee vom zukünftigen Existenzgründer vorliegen muß. Ohne den beE`lern in diesen Gruppen zu nahe treten zu wollen liegt hier das Problem. Wer 20-30 Jahre lang in abhängiger Beschäftigung im Hause Siemens tätig war, tut sich in der Entwicklung einer lukrativen Geschäftsidee naturgemäß schwer.

Neben einigen abenteuerlich anmutenden Geschäftsideen streben viele eine Tätigkeit als freier Unternehmensberater/in an. Hier stellt sich die Frage, ob man als freier Unternehmensberater Nr. 2296** in München von den Einnahmen dieser Tätigkeit leben kann.

Die beE-Verantwortlichen bewerten diese Ideen zwar nicht explizit, weisen aber doch auf die Risiken und mögliche u.U. 2-jährige "Durststrecken" hin, frei nach dem Motto "Ein Selbständiger arbeitet selbst und ständig".

** Im Telefonbuch "Gelbe Seiten, Ausgabe München" sind in 51 Spalten mit durchschnittlich 45 Einträgen bereits 2295 Unternehmensberater aufgelistet.

Infoveranstaltung Franchise, Interimmanagement, Gründungsdarlehen
In unregelmäßigen Abständen finden außerdem Vorträge von externen Beratern / Firmen zu Themen wie Franchising, Interimmanagement, Gründungsdarlehen, etc. statt. Das sind Angebote die der beE`ler je nach Interesse nutzen kann. Einen Ersatz für den Arbeitsplatz bieten diese Möglichkeiten auch nur bedingt.

Resümee:
Der Zweck dieser "Betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit beE" ist nicht ein Entgegenkommen des Arbeitgebers an die Mitarbeiter sondern primär eine Lösung für den Arbeitgeber: Wenn Mitarbeiter in die beE eintreten, riskiert er keine teuren, langwierigen und vor allem keine für ihn risikobehafteten Kündigungsschutzklagen. Allerdings kann die beE auch für den einen oder anderen Kollegen eine Chance darstellen.

Den Arbeitnehmern wird die beE mit dem Argument schmackhaft gemacht damit, dass die ohnehin unvermeidliche Arbeitslosigkeit mit dieser Einheit zunächst abgefedert werde und mit professioneller Unterstützung möglicherweise vermieden wird. Traumhafte Vermittlungsquoten erwecken in dem zukünftigen beE`ler die Hoffnung kurzfristig einen neuen Arbeitsplatz zu finden, eventuell sogar intern.

"Überprüfbare Erfolge" von Vermittlungen in gleichwertige Tätigkeiten mit gleichwertiger Bezahlung sind bis jetzt nicht in spürbarer Zahl festzustellen, dies gilt übrigens für alle Arten solcher "Beschäftigungsgesellschaften".

All diese in den Werbeveranstaltungen angebotene Unterstützungen zielen darauf ab irgendwas zu finden, damit der beE`ler die beE und somit das Unternehmen so schnell wie möglich verlässt. Man braucht nicht den passenden Arbeitsplatz bzw. das passende Modell für die Selbständigkeit, sondern einen Arbeitsplatz bzw. ein Modell.

Jedenfalls werden höhere Erwartungen erweckt, mehr Unterstützung versprochen und Chancen vorgegaukelt, als es realistisch ist.

So muss jeder aufgrund seines Alters, seiner persönlichen wirtschaftlichen Situation und seiner Einschätzung bzgl. seiner Überlebensmöglichkeit im Unternehmen bzw. der Überlebensmöglichkeit des Unternehmens im Markt eine Entscheidung treffen.

Artikel: "beE Theorie und Praxis" als pdf.

beE: Bericht aus der beE: keine großen Erwartungen
Ein Mitarbeiter der beE hat uns freundlicherweise kurz seine Erfahrungen geschildert. Er trat 2005 in die beE ein und verließ sie vor kurzem. In der beE fand er keinen neuen Arbeitsplatz.

Hier nun der Bericht:

"Ich hatte von vornherein keine großen Erwartungen, hätte ich die gehabt, wäre ich sehr enttäuscht worden. Ich war froh, dass mein Berater (intern), dann meine Beraterin (extern) mich nicht nervten oder mich ständig antanzen ließen. Das war in Ordnung.

Angebote für mein Profil? Keine Handvoll - in 24 Monaten! Da kam von der Agentur der Arbeit binnen 3 Wochen schon so viel und nicht schlechter!!! So viel zum schlechten Ruf der Agentur der Arbeit, kann ich absolut nicht bestätigen.

Hatte jetzt ziemliches Glück, und trete im August eine neue Stelle an, zwar auf ein Jahr befristet, aber durchaus mit Perspektiven auf Verlängerung."

(iw)

02.03.2007: Neuer Job? - Doch nicht so einfach
Folgender Bericht ist im Originaltext ohne redaktionelle Veränderung wiedergegeben:

"Nun ich bekam meinen "Brief" im letzten Jahr mit der Aufforderung die Siemens AG zu verlassen. Ich dachte eine prima Chance (als COM CD Mitarbeiter) und ich verbleibe in einer anderen, neuen Abteilung bei der Siemens AG.

Dann schickte ich vielleicht ~ 15 interne Bewerbungen an Siemens. Ich bekam auch gleich 2 Vorstellungsgespräche, allerdings mit negativem Bescheid.

Als sich dann mein Status zu "COM B" [Anmerkung der Redaktion: Com B=beE]offiziell verändert hatte, gab es keine Ressonanz mehr. Aufgrund eines "merkwürdigen" Telefongespräches und und einem Nachhaken bei einem ehemaligen Kollegen (mittlerweile) VDO-Regensburg erhärtete sich mich mein Verdacht --> wer bei COM B ist, der kommt bei Siemens nicht mehr unter.

Dann trat Plan B in Kraft, also Siemens zu verlassen.
Nun ich suchte und schaltete Lebensläufe bei den üblichen Grossfirmen (BMW, MAN, BSH etc. ) bei z.B. Monster.de., arbeitsagentur.de etc. Antworten von den Grosskonnzernen waren null!. Nicht einmal der Eingang der Bewerbung wurde bestätigt.

Dann begann ich die Süddeutsche zu studieren. Aber auch hier muss man schon froh sein, den Erhalt des Lebenslaufes und aller Unterlagen quittiert zu bekommen. Also Antwort null. Dann steigt so langsam die Depression.

So und nun mein Tipp an alle möglichen Leser: Online geht nichts, sucht Euch die passende Stellenanzeige am besten aus der Tageszeitung heraus (z.B. Süddeutsche) und ruft gleich an, sagt gleich Ihr ward bei Siemens, Alter etc. und ob dies ein K.O. Kriterium sein könnte.

Aus meiner Erfahrung heraus ist das die einzige Möglichkeit; auch Headhunter, mich hatten ~ 10 kontaktiert --> Ergebnis war null.

Also noch einmal mein Rat: Ohne einen persönlichen Kontakt, keine Chance. Ich wollte es auch nicht wahrhaben........

Anbei noch vielleicht ein nützlicher Link http://www.karrieredirekt.de"
(ein beE-ler)

2005/2006


18.06.06:   Viel unsinniges zu tun
30.05.06:   Meine Definition für beE
26.05.06:   Überlegt es Euch genau
24.05.06:   Die Beratung durch die beE fand ich gut
18.05.06:   Persönlicher Bericht über beE aus Berlin

Jobchancen
Vermittlungschancen


18.06.06: Will Unsinnges zu machen
Sehr hilfreich waren für mich die zahlreichen Kurse, wie man sich am besten bewirbt sowie die relativ lange Zeit der finanziellen Absicherung, einschließlich der (kleinen) Abfindung am Ende der beE.

Sehr schlimm empfand ich allerdings den Druck der auf mich ausgeübt wurde und den blinden Aktionismus, der von mir gefordert wurde um einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Und das, obwohl klar war, das ich auf keinen Fall in der Branche (SW-Entwicklung) weiter arbeiten wollte und einen totalen beruflichen Neuanfang anstrebte. Auch wurde mir wenig Zeit gelassen, den Schreck des Arbeitsplatzverlustes zu verdauen, den ich zusätzlich zu mehreren privaten Einschnitten zu verdauen hatte. Ich war also reif für die "Klappsmühle" und wollte nur Ruhe haben und Zeit zum Nachdenken, und das wurde mir in der beE sehr schwer gemacht. Ich musste für viele, für mich sinnlose Dinge meine Zeit verschwenden (sinnlose Bewerbungen schreiben, unangenehme Betreuertermine einhalten, Monatsberichte erstellen, an Jobbörsen teilnehmen).

Aber ich habe das alles nun gut überstanden und die Zeit in der beE und in der Arbeitslosigkeit gut für mich genutzt und viele Wunden heilen können. Dafür bin ich dankbar. Und die Zeichen für den von mir so sehr gewünschten beruflichen Neuanfang in der heilenden Branche stehen auch sehr gut. Ich denke, dass ich mich nächstes Jahr auf diesem Gebiet selbständig machen werde und freue mich schon darauf.

30.05.06: Meine Definition für die beE
bin echt Enttäuscht

26.05.06:Überlegt es Euch genau
Beratungsqualiät mittelmässig, insbesondere bzgl Bewerbungstrategie für externen Markt sehr dünn ( woher sollten die bee-Berater auch den extrenen markt kennen?)

Die Bee-Berater waren bzgl Bewerbungsstrategie, -unterlagen, gesprächsführung und tipps aus meiner Erfahrung höchstens mittelmässig, nichts, was man nicht auch aus einschlägigen Internetinfos und Broschüren der Arbeitsagentur finden kann.

Da gibt es eindeutig m.e. besseres von den "echten " Profis aus Personalvermittlung, -beratung. Ich war selbst 1, 5 Jahre in der Bee und bis zur gewonnen Klage 1,3 Jahre arbeitslos gemeldet. In dieser Zeit mußte ich ( zugegeben unfreiwillig) an Vermittlungsprogrammen privater Träger teilnehmen ( DAA Plus, BKK), DIS u.a. , woraus einen gewissen Vergleich mit der bee gezogen werden konnte. Die Beratung dort war deutlich differenzierter, profunder bzgl markt-, Branchenkenntnissen , bewerb-strategien, unterlagen etc. Vor dem Hintergrund ist m.e. des Bee-Konzept in der bestehenden Weise überholt: Euer Appell an gründliche Chancen-Risiken-Prüfung kann gar nicht deutlich genug ausfallen. in den o.g. maßnahmen traf ich zufällig frühere Siemens Kollegen, die 2003 mit abfindung und überzogener Hoffnung ausgeschieden waren und dann ca10-15 Jahre vor der Rente in der Situation sind: für hartz IV zu viel, zum Leben (zu) wenig .

24.05.06: Die Betreuung durch die beE fand ich gut
Ich war 40 fast 41 Jahre alt als mich die Nachricht auf das freiwillige Angebot zum Wechsel in die beE im Oktober 2005 ereilte. Als Vertriebsmitarbeiter wechselte ich erst im Januar 2006 zum 1.2.2006 in die beE. (Hinweis: der Vertrieb wurde weiterhin bei 100% bezahlt und nicht reduziert auf 84% wie die anderen Bereiche, das reduzierte meine Bereitschaft schnell in die beE zu wechseln). Das ich wechseln werde stand nie in Zweifel, auch wenn ich mir eine Zukunft im Hause Siemens durchaus gewünscht hätte. Aber der Bereich RD COM ist tot (Wir werden das in der Presse demnächst lesen können da die Zielmarge von 7% EBIT NICHT erreicht werden kann). Siemenskunden zahlen nicht die Preise die Siemens verlangt, was zu permaneten Margenverlusten führt um den AE noch irgendwie reinzuholen).

Das Angebot beE fand ich OK !
Hier sollte jeder in den Markt schauen und prüfen, ob diese Leistungen auch von anderen Unternehemn angeboten werden

Die Betreuung durch die beE fand ich gut. Es half mir meine Unterlagen überhaupt Wettbewerbsfähig herzustellen. Sie geben sich Mühe offene Stellen zielgericht zur Verfügunmg zu stellen. Und wenn man seine Betreuerin fordert ist Sie ein guter Sparingspartner. Ich fühlte mich betreut.

Nach dem anfänglichen Entspannen und Runterkühlen aus dem Arbeitsprozeß habe ich ab März mich um neue Aufgaben bemüht. Im Vertriebsgeschäft ist der Markt nicht so schlecht, es gibt neue Arbeitgeber. Ich hatte das Glück dann relativ schnell einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben (ca. 6 Bewerbungen, 2 Zusagen), der auch meinem Ziel der vertikalen Verschiebung des Aufgabenfeldes erfüllte. Ich wollte nicht mit dem selbsen HiPath-Krempel bei einem Wiederverkäufer oder mit dem Wissen zu einem Wettbewerber wechseln, denn auch da ist die Situation des Margenverfalles. Scheinbar stirbt Siemens Com jetzt nur schneller als manche Wettbewerber die wir im letzten Jahr mit viel viel Geld versuchten aus dem Markt zu kaufen (Aktion TENOVIS!)

Der Verdienst ist identisch zu Siemens (jeweils das Grundgehalt und das Variable), Arbeitszeit 40h/Woche (Siemens 35h/Woche, im Vertrieb jedoch belanglos) Urlaub 25 Tage anstatt Siemens 30 Tage (Verlust) Arbeitsumfeld wesentlich freundlicher, erfolgreicher und somit ein echter Gewinn.

Ergebnis: Ich bin zufrieden diesen unfähigen Bereich COM verlassen zu können (Ab 1.6). Die Chancen am Markt sind da, jeder sollte diese nutzen (hier ist sicher das Profil des einzelnen wichtig, wie Alter UND Qualifikation) Denkt daran Siemens ist nict alles, die Welt draußen ist meist besser, als im Hause Siemens mit seiner SCHLECHTEN Führungskultur.

18.05.06: beE: bedingt hilfreich
Um es vorweg zu nehmen, ich möchte die beE nicht „vertäufeln“. Sie ersetzt selbstverständlich nicht den Arbeitsplatz den wir behalten oder haben möchten. Es ist aber eine gute Alternative, um nicht eine Nummer auf dem Arbeitsamt ziehen zu müssen.

Mein Fazit nach 6 Monaten beE, bedingt hilfreich. Erklärung: Wer wie ich gleich nach der Schulzeit eine Lehre bei der Siemens AG beginnen durfte, hat sich somit seit 29 Jahren nicht mit Bewerbungen und Bewerbungsgesprächen auseinandersetzen müssen.

Wie muß heute ein Lebenslauf/Anschreiben aussehen, wie groß muß/darf das Bewerbungsfoto sein. Für diese Schulung (2 Tage) und die Möglichkeit sich von einem professionellen Fotografen ablichten zu lassen, bekommt die beE von mir eine eins minus.

Bei 2 Jahren beE könnte man diese Themen auch etwas ausführlicher behandeln.

Veranstaltungen mit potenziellen Arbeitgebern, die letztendlich nur Personalvermittlungsfirmen waren, bringen nichts, bzw. bekomme ich auch ohne die Hilfe der beE Zustande. Die Zusendung von Job-Newsletter für interne Stellen bei Siemens sind in meinen Augen ein halbherziger Versuch, Interesse an unsere Lage vorzutäuschen, da sie nicht selektiert und zum Teil auch überholt sind. Wir, Servicetechniker Telekommunikation, brauchen keine Stellenausschreibung für eine befristete Anstellung als Elektromonteur Ausschreibung 28.7.2005 Beschäftigungsbeginn 1.10.2005, Newsletter erhalten 27.4.2006 und eine befristete Anstellung als Lagerhilfsarbeiter bis zum 28.9.2006 kann ich mir auch suchen, bevor Harz IV zuschlägt. Die Möglichkeit einer so genannten „SchnupperArbeit“ bei einem, an mir interessiertem Arbeitgeber hört sich auch erst verlockend an, bei nicht gefallen (von mir oder Arbeitgeber) bin ich ja immer noch in der beE, dafür habe ich aber vielleicht mein Fachwissen eingesetzt um einer Firma Geld zu sparen, das sich auch Siemens mit mir als Mitarbeiter hätte verdienen können.

Vor 29 Jahren war ich stolz darauf, wie mein Vater vor mir zum großen Kreis der Siemens Familie zu gehören. Das ich im November 2005 zur Adoption frei gegeben wurde, stimmt mich mehr als traurig.



Jobchancen

Einschätzungen und Berichte über die Chancen, einen neuen Job zu finden, eingeschickt auf Grund einer NCI Umfrage März 2005:

Wäre überall hingegangen
Alter 49, Jobprofil: Marketing/Vertrieb. Habe einige hundert Bewerbungen geschickt, Vorstellungsgespräche ca. 10%, also ca. 20-30, wobei die Hitrate mit zunehmender Erfahrung besser wurde. Jobangebote wieder 10%, wobei die Hitrate mit zunehmender Erfahrung besser wird, also 20%-30% Die Chancen extern eine Stelle zu ähnlichen oder besseren Konditionen zu bekommen sind schlecht, höchstens im Vertrieb, evtl. 20% der Vorstellungsgespräche Siemens intern wurde mir trotz einiger Vorstellungsgespräche (ich wäre auch überall hin gegangen) kein Job angeboten, es haben sogar externe den Job bekommen und ich Absagen. Also Chancen bei Siemens: 5% der Vorstellungsgespräche (Stand letztes Jahr).
Insgesamt habe ich extern 3 Stellenangebote bekommen und bin jetzt Quereinsteiger für Realschullehrer. Hoffe Euch damit geholfen zu haben.

beE lohnt nur, wenn man genau weiß, was man will
44 Jahre, verh., 2 Kinder, weiblich Bewerbungen innerhalb der beE: ca. 130, alles Absagen Ca. 70 % interne Bewerbungen Ca. 5 % Vorstellungsgespräche Jetzt: freiberuflich + ALG, eigentlich aus der Not heraus Chancen auf neue Festanstellung: geht gegen Null, trotz hoher Qualifikation. Je länger man bei Siemens war, desto schlimmer wird es!!! Ich: 10 Jahre Siemens, auch andere Berufserfahrungen Mein Fazit: beE lohnt nur, wenn man genau weiß, was man will oder auf einen festen Job nicht unbedingt angewiesen ist.

Jugendwahn
zu meiner Person: weiblich, noch nicht ganz 42 Jahre. 1. Jobchancen
- auf dem Land --> überhaupt nicht 0 %
- in der Großstadt --> gering, etwa 10 %
- Siemens intern --> gering bis überhaupt nicht --> 5 %
2. 148 externe Bewerbungen, davon 5 Vorstellungsgespräche Absagegründe: zu alt; zu viel Berufserfahrung, also zu teuer; dann wieder keine Berufserfahrung, wegen 25 Jahre bei Siemens
74 interne Bewerbung, davon 5 Vorstellungsgespräche
Absagegründe: Sie passen nicht in unser junges Team; Wir haben ein Durchschnittsalter von 35 Jahren; zu hohe Tarifgruppe; keine internationale Berufserfahrung (brauche ich für Bildbearbeitung und Inventarlisten schreiben); Stelle zwischenzeitlich besetzt; kann nur SBS, FCS usw. intern besetzt werden; nicht in der engeren Wahl;
Bemerkung von mir:
Siemens und auch die anderen Firmen haben den Jugendwahn und die Mitarbeiterinnen müssen Modellfiguren haben. Zu hohe Ansprüche für den Job.
z. B. Teamassistentin, halbtags, 20 Stunden (ausgeschrieben bei Siemens) - Abitur
- BWL- und VWL-Studium
- Englisch und Französisch
- Interesse am Sport, speziell im Fußball ist Voraussetzung
- flexibel, Reisebereitschaft, Übernachtung vor Ort beim Kunden


Problemlöser werden
ich bin gerade noch 43, bin damals mit der ersten Welle raus und sehe es so:
- Extern geht oberhalb von 40 nichts (*), es sei denn man hat irgendein Spezialwissen dass gerade dringend gebraucht wird. Dann ist auch Geld nicht soo wichtig: ich habe festgestellt, dass ca 20% weniger Brutto sich Netto praktisch in Luft auflösen - meine Lebensweise hat sich nicht geändert. Man suche also Firmen mit Problemen und bewerbe sich als Problemlöser.
(*) das liegt übrigens oft daran, dass in den Firmen ebenfalls Probleme bestehen und man niemandem leicht erklären kann, wieso man eigene Leute am einen Werkstor rausschubst, während am anderen Tor die neuen Schlange stehen. Obwohl das Sinn machen kann, wenn man zB das engineering stärken will, aber die Fertigung runterfährt, braucht man einfach andere Leute.
- intern: weiss ich nicht - ich habe nicht viel geschafft intern, das Interesse war wohl auch nicht so prall.
ZUsammenfassend:
unbefristet-extern-konditions-identisch 10% (mit Glück)
unbefristet extern 25% (steigend, die ersten Firmen stellen gerüchteweise
bereits keine Jungen mehr ein)
intern keine Ahnung
abgesehen davon:
ich würde (**) allemal empfehlen, zu einer Firma zu gehen, die sich nicht in der Todesspirale befindet - die völlig andere Athmosphäre ist mit Geld nicht zu bezahlen.
(**) und zur Not wieder in eine Mietwohnung gehen und das Haus verkaufen, um mal die Grössenordnung zu skizzieren.
zu 2) Bewerbungen ca 80, Vorstellungen max 15 (inklusive Jobbörsen und zweite Termine)

Interessant ist die beE nur für echte Doppelverdiener, Singles und Aussteiger.
Einschätzung eines Ex-beE'lers:
Ich bin jetzt 40 Jahre alt.
Die Chance einen externen Arbeitsplatz zu ähnlichen Konditionen zu finden ist im Grossraum München gleich null, das geht höchstens über Vitamin B.
Chancen bestehen nur bei absoluter Flexibilität in Bezug auf Wohnort und Reisetätigkeit, also praktisch nur für Singles! Bei 30% weniger Lohn steigen die Chancen im Grossraum München auf 50%.
Innerhalb von Siemens schätze ich die Chancen auf 20% zu ähnlichen Konditionen, hier muss es schon sehr genau passen (ich hatte Glück) !!! Bei freiwilligem Verzicht auf 1 Tarifklasse (also z.B. T6 nach T5) schätze ich die Chancen auf 50%.
Bewerbungen:
Es waren etwa 70 ausführliche Bewerbungen und 6 Vorstellungsgespräche, davon 1 externes, 3 bei Zeitarbeitsfirmen die im Auftrag von Siemens für Siemens suchten (was ich erst im Verlauf des Vorstellungsgesprächs erfuhr) und 2 interne bei Siemens (davon eines mit dem Angebot einer Gehaltskürzung).
Fazit:
Die beE ist für alleinverdienende Familienväter ein viel zu großes Risiko. Interessant ist sie nur für echte Doppelverdiener, Singles und Aussteiger.

Kaum offene Stellen bei Siemens, nur der Bereich Medizintechnik
0. Erst einmal meine persönlichen Daten:
Siemens-Mitarbeiter 1995 bis 2004
beE vom 01.06.03 bis 31.01.04
Alter bei Eintritt in die beE: 34 Jahre
deutsch, mannlich
1a. Bei allen offenen Stellen, auf die ich mich beworben habe und bei denen ich Informationen uber das gebotene Gehalt gewinnen konnte, lag der Brutto-Abschlag bei deutlich uber 5%, bei einer Arbeitszeit von stets mehr als den 35 Stunden bei Siemens. Daher sehe ich die Wahrscheinlichkeit in der Nahe von 0%; zumindest habe ich das fur mich so gesehen. Es kommt aber auch sicher darauf an, auf welche Stellen man sich bewirbt. Im Projektmanagement mögen die Chancen deutlich hoher liegen. Bei einem "einfachen" Programmierer in Gehaltsgruppe 7/4 waren sie es nicht. Allerdings muss man auch sehen, dass die Gehalter bei Siemens hier auch deutlich uber dem Durchschnitt liegen, was sicher auch mit zu der finanziell schlechten Lage in der Hofmannstraße beigetragen hat.
1b. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Konditionen bei einem Arbeitsplatz bei Siemens ahnlich sind, schatze ich ziemlich hoch ein. Wie groß die Chancen sind, bei Siemens tatsachlich wieder einen Arbeitsplatz zu finden, vermag ich beim besten Willen nicht zu sagen. Zu meiner Zeit gab es kaum offene Stellen bei Siemens, nur der Bereich Medizintechnik hatte haufenweise Stellenanzeigen geschaltet. Ich hatte mich dort beworben, ich hatte auch ein Vorstellungsgesprach, bin aber nicht genommen worden. Ich kann nur so viel sagen, wenn ich genommen worden ware, hatte sich an meiner Eingruppierung nichts geandert.
2. Ca. 63 Bewerbungen, 9 Vorstellungsgesprache, 2 Stellenangebote (zum Schluss musste ich mich zwischen 2 Angeboten entscheiden). Bis auf 2 Bewerbungen und 1 Vorstellungsgesprach alles extern.

Innerhalb eine halben Jahres zwei Jobangebote
Meine Schätzung für die erfolgreiche Suche nach einem neuen Job:
a) extern: 80%
b) intern: 0%
Ich war 37 als ich in der beE war.
Anzahl meiner Bewerbungen: ca. 40
Vorstellungsgespräche: ca. 6
Ich hatte innerhalb eine halben Jahres zwei Jobangebote bekommen.
Besonders dank NCI war es für mich eigentlich eine schöne Zeit und es tut mir nicht mehr leid, nicht mehr bei Siemens zu sein.

Gleich was gefunden
1. Altersgruppe: 31 Jahre
externer Arbeitsvertrag: 90%
interner Arbeitsvertrag: 10 %
2. Bewerbungen intern: 0
Bewerbungen extern: 10
Vorstellungsgespräche extern: 1 (das hat auch gleich geklappt)


Ich denke, wenn man offen ist auch in eine andere Branche zu wechseln, dann stehen die Chancen sehr gut, einen neuen Arbeitsvertrag bei einem externen Unternehmen zu erhalten. Ich denke es hängt auch sehr an der Einstellung die man hat. Mit einer positiven Einstellung kann man sehr viel bewegen. Für mich war die Auszeit in der BeE das beste was mir passieren konnte.

Als Consultants ist es einfacher
Alter 43 Jahre extern: ca. 30 - 40%,
intern (fest) weniger als 20%,
als Consultant / "Leiharbeiter": > 60%
Bewerbungen: ca. 130 (ca. 40 intern) in 18 Monaten, davon ca. 10 Vorstellungsgespräche, davon 2 SAG Konzern intern

Eine Menge Bewerbungen
35 Jahre alt und 3 Jahre bei Siemens a) extern: 90% besser als intern!
b) intern: 90% schlechter als extern!
Ich selber habe 264 Bewerbungen individuell geschrieben und per Post oder E-Mail verschickt. Nach 47 Bewerbungen bei Siemens und den daraus resultierten 5 Vorstellungsgesprächen, welche alle mit einer traurigen Überheblichkeit geführt worden sind, habe ich Siemens abgeschrieben. Extern hatte ich 27 Bewerbungsgespräche. Alle in einer bessern Atmosphäre.
Die Bundesagentur für Arbeit, ist so sehr beschäftigt sich selbst zu verwalten, dass der Nutzen gleich null war, aber auf einem sehr zuvorkommenden und freundlichen Niveau.

Lohndumping wegen Überangebot
Mit Prozentzahlen möchte ich mich nicht festlegen, aber meinen Gesamteindruck schicke ich Euch gerne: Nachdem ich mal in der beE mitgehört habe, wie beE-Angestellte sich darüber unterhalten haben, daß wir derzeit sowieso intern abgelehnt würden, halte ich die internen Vermittlungschancen für nicht allzu hoch (allerdings dürfte es jetzt besser sein als "zu unserer Zeit" und: wenn, dann auch zu vergleichbaren Bedingungen). Extern dürfte es bei vergleichbarem Gehalt auch ziemlich schwierig werden. Erst wenn man mit seinen Vorstellungen deutlich runter geht, werden die Chancen realistischer - kaum ein Arbeitgeber wird viel bezahlen, wenn er für 50% auch jemanden bekommt, Lohndumping wegen Überangebot.......

Kurz und knapp
49 Jahre extern: 15% / intern: 60% Bewerbungen: ca. 40 / Vorstellungsgespräche: null

die Chance ist meiner Meinung nach hoch genug bzgl. Stelle und Bezahlung extern,
1. extern 40%, intern 50% (35 Jahre alt), die Chance ist meiner Meinung nach hoch genug bzgl. Stelle und Bezahlung extern, wenn man eine ähnliche Stelle anvisiert in einer großen Firma. Siemens intern ist es leichter das Gehalt weiterzubekommen, aber die Stellen sind rar und am besten über private Kontakte zu bekommen. Bei mittelständischen Unternehmen ist es sehr viel schwieriger das Gehalt beizubehalten, also 30%. Das Problem ist oft eine "Überqualifizierung", d.h es wird nicht geglaubt, dass ein Mitarbeiter auch mit weniger Gehalt langfristig zufrieden ist.
2. intern über Kontakte 3 Stellen und 3 Gespräche, habe selbst entschieden die Stellen nicht anzunehmen extern (nur das Jahr 2004) ca 30 Bewerbungen, 4 Vorstellungsgespräche, 1 befristete Teilzeitstelle über 3 Monate


extern 5%, intern 0% Wahrscheinlichkeit.

Zum Zeitpunkt der beE 52 (jetzt 54) ca. 80 Bewerbungen extern (davon 50 bei Fachhochschulen), ca. 80 Bewerbungen intern. Vorstellungsgespräche/Probevorlesungen insgesamt 10. Darunter ein Angebot, das ich aber nicht angenommen habe. ABER: Zeit und Gelegenheit mich (auf eigene Kosten) in heilkundlicher Psychotherapie auszubilden.

Chance (ähnliches Gehalt): extern 20%; intern 60%
Alter (damals): 48 Jahre
Bewerbungen: extern ca. 18; intern ca. 4
Erfolg: ja bei niedrigerem Gehalt aber höherer Sicherheit

extern gleich null, intern wird für beE-ler massiv behindert, gleich null
38 Jahre
Mein Arbeitsamt-Betreuer sagte im letzten Sommer zu mir, man müsse sich extern mit bis zu ca. -30% Gehalt zur Zeit abfinden.
ca. 50 Bewerbungen, davon ca. 15 intern, 3 Vorstellungsgespräche - alle intern.

extern: 0% Warscheinlichkeit, intern 0% Warscheinlichkeit
Mein Alter 40 Jahre,
Dies begründet sich aus der Erfahrung von ca. 90 Bewerbungen innerhalb eines Jahres (davon ca. 20 intern, der Rest extern). Von 90 Bewerbungen bekam ich bei 6 Stellen (eine Intern) eine Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch. Das Resultat war, das man mindestens 50% weniger Gehalt angeboten bekam (von wegen 5%, daran ist überhaupt nicht zu denken). Extern hat man das Problem, das wir alle so speziell auf Siemens getrimmt wurden und dieses Wissen außerhalb von Siemens niemand braucht.

Intern will Siemens die beE-ler sowieso nicht, sonst hätte man gleich probieren können uns intern anderweitig unterzubringen. Wie mir damals Herr Dr. Bellmann persönlich erklärt hat, geht es nur um die Abbau-Kopfzahl und das dieses Ziel erreicht werden muß. Welches Wissen Siemens damit wegwirft oder welche andere Abteilung dabei froh wäre einen erfahrenen Mitarbeiter zu bekommen, interessiert dabei überhaupt nicht.

Ich hätte ja noch zwei Tage vor der Entscheidung beE oder Kündigung einen anderen Job bei ICN gehabt und durfte diesen nicht antreten, weil Herr Dr. Bellmann sonst seine vorgegebene Kopfzahl für den Personalabbau noch weiter unterschritten hätte, als dies in der ersten Welle sowieso schon der Fall war. Die aufnehmende Dienststelle hätte mich sofort genommen, da ich genau zu deren Stelle schon 5 1/2 Jahre Berufserfahrung hatte - sie durften, auf Anweisung der PA, dann aber nicht.

Die einzige Chance, die ich in der beE sehe ist, die volle Zeit zu nutzen um sich irgendwie selbstständig zu machen. Dabei hat man den Vorteil, das man die ganze beE Zeit zur Verfügung hat um alles in Ruhe vorzubereiten uns aufzubauen. Danach meldet man sich arbeitslos sofort mit der Angabe sich selbstständig zu machen, dann muß man keine Bewerbungen nachweisen und bekommt auch keine Stellenangebote, auf die man sich bewerben und vorstellen muß. Aus der Arbeitslosigkeit beantragt man dann Überbrückungsgeld = Arbeitslosengeld + ca. 70% Zuschlag, für 6 Monate. Wenn es stimmt, dann kann man damit seinen Arbeitslosengeldanspruch sogar um 6 Monate verlängern. Danach sollte die Selbstständigkeit dann aber auch laufen - aber bis dahin sind ca. 3 Jahre vergangen. Und vielleicht gewinnt man bis dahin ja auch noch die Kündigungsschutzklage gegen Siemens !

extern: 10 % intern: 80 %
Zahl der Bewerbungen: ca. 10

Ich bin im letzten Jahr aus der ICM-beE heraus zu Vodafone nach Düsseldorf gewechselt und habe dort glücklicherweise auch einen Festvertrag bekommen. Mein Gehalt liegt aber 10% unter dem Siemens Gehalt zuletzt. Dabei mußte ich allerdings ein wenig verhandeln, sonst wäre ich bei 20-30 % unter dem letzten Gehalt geblieben. Ausmeiner Sicht würde ich die Chance das gleiche Gehalt wie bei Siemens für meine Altersklasse (36 Jahre, Tarifgruppe 7/4) als sehr gering einschätzen. Die derzeitige Marktlage wird von den Unternehmen genutzt die Gehälter zu drücken. Bei Mittelständlern dürfte das Gehalt eher noch geringer ausfallen. Ich hatte auch ein Siemens internes Angebot bei Mobile Phones in München, wobei ich das gleiche Gehalt wie vorher weiter bekommen hätte. Ich entschied mich in dem Falle aber für Vodafone und den Umzug, weil mir das Vertrauen zu Siemens abhanden gekommen war. Die derzeitige Situation scheint mir recht zu geben.

extern: gegen 0 % Wahrscheinlichkeit intern: gegen 0 %
46 Jahre wegen Altersschwelle in der IT
Bewerbungen ca 150 extern, ca. 50 intern
Vorstellungsgespräche ca 10 extern, ca. 3 intern

Einschätzung: keine Ahnung
Bewerbung semi-extern (Siemens VDO Frankreich) hat auch gleich geklappt
Gehalt: netto(VII/4, 35 Stunden, Deutschland) = netto(Frankreich), jedenfalls so ungefaehr.

extern: 25 % Wahrscheinlichkeit, intern: 50 % Wahrscheinlichkeit
37 Jahre
extern: 20 Bewerbungen intern: 8 Bewerbungen Vorstellungsgespräche extern: 6 intern: 2

extern: 25%, intern 0%
Extern: aufgrund der Arbeitsmarkterosion in D sehe ich derzeit die Chancen bei 25 % Intern: hier gilt gleiches, ich schätze ich Wahrscheinlichkeit für beE-"ler" auf nahezu 0 % ein.

Chance extern / intern auf AT Gehalt - 5% (Tätigkeit IT-SW-IT Experte): <1% / < 1%
Mein Alter - damals / heute: 51 / 53
Bewerbungen: ca. 80 - 100
Geführte Vorstellungsgespräche: 5
Erfolgreich: 2, derzeitiger Job mit ca. 70% des vorherigen Gehalts dotiert.

=> Unser marktwirtschaftliches System können wir in der Pfeife rauchen. Es sollte für die Menschen da sein, nicht umgekehrt. Der Verfasser dieser Zeilen war nie rot, sondern eher das Gegenteil davon. Aber die Konsequenz zum derzeitigen Globalierungssaustall wird sein: Rückfall zu Protektionismus und mit etwas mehr Pech sogar Sozialismus. Ich spreche dies ungern aus, aber es gibt bekanntlich noch schlimmere Alternativen, wie uns die Geschichte lehrt. Dass 100 Millionen Europäer mehr als eine Milliarde Asiaten beliefern könne, mag angehen. Die Umkehrung davon ist ebenso volkswirtschaftlicher Schwachsinn wie das hemmungslose Ausspielen der Menschen gegeneinander und der unappetitliche Kampf um noch mehr Billig.
NCI und IGM kann ich nur bitten, durch Streiks auf eine Einführung der 30 Stunden Woche hinzuwirken - bei entsprechend verringerten Einkommen, versteht sich. Arbeitslosengeld ist bekanntlich noch niedriger und wird dafür nicht so lange bezahlt. Und nur Einkommenssicherheit und daraus resultierendes Verbrauchervertrauen kann uns (vielleicht) retten. Die Preise passen sich bekanntlich den Einkommen nach beiden Richtungen an. 30 Jahre Anpassung der Löhne an die Preise indes hat nur dazu geführt, dass unsere Arbeit zu teuer ist.

Vermittlung in der beE

Berichte, eingeschickt März 2005 auf Grund einer NCI Umfrage

Vermittlung in Zeitarbeit (Alter 35).
Stelle selber gesucht; xxx GmbH; arbeite jetzt wieder für Siemens, Gehalt minus 28%;der Vetrag wird jetzt um weitere sechs Monate verlängert; danach alles extrem ungewiss. Wir arbeitern hier erfolgreich, neue SAG-MA können dadurch intern eingestellt werden, als Externer dürfen wir jetzt die neuen Kollegen noch einarbeiten.....

Zu Aufhebungsvertrag überredet
auch ich bin Ex-beE-lerin. Ich wurde überredet, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Dies geschah zu Ende Mai 2003. Damals war ich knapp 51 Jahre alt. Ich habe diesem Aufhebungsvertrag zugestimmt, weil ich 1. nicht die Chance sah, wieder in einem Job unterzukommen und 2. mein Mann zum Glück gut verdient, wir also nicht auf meinen Verdienst angewiesen waren und noch sind.

Selbständigkeit (Alter: 44, mangels Alternativen!!!) also diese Statistik auf der BR Homepage ist definitiv nicht richtig wenn man von Vermittlung durch die BeE spricht.
Ich kann jetzt nur für meinen Fall sprechen. Mir konnten die Vermittler von der beE nicht weiterhelfen. Ich bin ganz alleine ohne jegliche Unterstützung durch die BeE-Vermittler auf die Suche gegangen, um eine neue Herausforderung zu finden. Das einzige was mir etwas gebracht hat, war der eine Tag, an dem man Bewerbungsgespräche üben und zuschauen konnte. Schade war allerdings, daß nur ein Teil dieses üben konnte, alle anderen mussten zuschauen.
Also würde ich sagen, daß zu 95% ich selbst aktiv war und zu max. 5% Unterstützung durch die BeE hatte.

Neue Stelle gefunden
Ich habe im August 2003 die Bee verlassen, weil ich eine neue Stelle (im öffentlichen Dienst) gefunden habe.

Die Vermittlungsbemühungen der Bee waren aber nicht dafür verantwortlich, dass ich diese Stelle gefunden hatte. Es handelte sich einfach um eine öffentlich ausgeschriebene Stelle, die ich durch Glück und Zufall bekommen habe.

Nachteil der Stelle: deutlich weniger Gehalt - sogar weniger Einkommen als zu Bee-Zeiten - bei längeren Arbeitszeiten und ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld.

In Zeitarbeit vermittelt
ich bin in die Zeitarbeit "vermittelt" worden : Bin durch KompTime (100% Siemens-Tochter) bei Siemens beschäftigt (AÜ-Gesetz) und erhalte ca. 2/3 meines ehemaligen Siemens-Jahresgehaltes. Alter : zw. 40 und 50 Jahre. Vermittlung
Ich habe die beE zum 1.4.2004 verlassen. Die Vermittlung auf einen festen Arbeitsplatz hat allerdings nicht die beE direkt unternommen. Ich habe in der beE am schwarzen Brett eine Kopie der Stellenausschreibung von Rohde & Schwarz gesehen und habe mich darauf beworben und wurde genommen. Hatte allerdings dort erst für 6 Wochen ein "Schnupperverhältnis". Zum Alter - ich werde dieses Jahr im April 50 Jahre.

Aufhebungsvertrag
Alter 2004 bei Beendigung beE: 50 Jahre
Ich glaube nicht, dass die von der PA genannten Zahlen stimmen (bei meinen letzten Kontakten waren es gerade die Älteren, die keinen neuen Job hatten).

Vermittlung in Zeitarbeit (Alter 35)
Ich habe die Chance genützt und mache das, was mir wirklich Spaß macht - es gibt ein Leben nach der IT !!! und baue mir gerade noch durch intensives Lernen eine neue selbständige Tätigkeit auf - die beE war hieran jedoch nicht beteiligt.

VB Regelung
Mein Alter ist 56, ich habe die Firma über VB-Regelung verlassen! Gratulation zu Eurer Arbeit, die ich Gott sei Dank nicht in Anspruch nehmen musste, weil bei mir zum Zeitpunkt des Übertritts in die beE (mit 54) mein Austritt mit 55 schon feststand.
Anmerkung: VB=Vorzeitige Beendigung

CEC, die beE von SBS in Berlin
Ich bin seit letztem Jahr als inzwischen Ex-SBS-Berlin-Mensch in eurem Verteiler, d.h. ich bin kein ICN-Mensch und habe von beE keine Ahnung ... aber: es gibt bei SBS eine ähnliche Einrichtung namens CEC (Competence Exchange Center) und da wurden immer wieder ähnlich dolle Zahlen gemeldet, die man sich beim Rundblick in den Kreis der Betroffenen überhaupt nicht erklären konnte. Vielleicht liefern euch meine Erkenntnisse ja ein paar Recherche-Anhaltspunkte.

Ich war der Sache soweit wie möglich nachgegangen und kam zu dem Schluß, dass alle CEC-internen Verwaltungsstellen UND -tätigkeiten UND -Weiterbildung bis hin zum Selbststudium in diese Statistik mit eingegangen waren.

Konsens war (wohl auch mit dem BR?), daß nur ein extrem kleiner Prozentsatz auf tatsächlich PERMANENTE Tätigkeiten vermittelt werden konnte. Während die Mehrheit der CEC'ler wegen des Dumpingpreises und ggf. weit abseits des Qualifikationsprofils in Kurz- und Teilzeit-Tätigkeiten jobben durfte, d.h. es könnte sich lohnen zu klären, wieviele MA-Tage tatsächlich auf echten externen uns Siemens-/SBS-etc.-Projekten gearbeitet wurde, zu welchem Stundensatz und ob ansatzweise im tatsächlichen Qualifikationsprofil, das ja möglicherweise die Basis für die insgesamt angestrebte Weiterbeschäftigung wäre. Außerdem lohnt sichs ggf. den BR zu fragen, wie er die Sache mit den permanenten bzw. temporären Einsätzen sieht.

Meines Wissens stand zwischendurch genau wegen dieser fehlenden Vermittlungsquote auf permanente Jobs die Schließung des CECs an. Es hat m.E. politisch-taktische Gründe, daß es nun doch noch lebt. Es macht sich einfach besser, den MAn erst dann zu kündigen nachdem nachgewiesen wurde, dass sie nicht vermittelbar sind. Allerdings können schlaue MA sich dort (ungeprüft bzw. gefördert) auf breitestem Qualifikationsniveau bewerben, was es der Firma später extrem schwer machen kann zu sagen, für all diese Profile bzw. genialen Mitarbeiter fände sich im ganzen Konzern niemals ein Job.

Unglauben
Alter: 48 1. Vermittlung auf einen festen Arbeitsplatz also das dann ich auch nicht glauben. Vielen Dank, dass Ihr euch die Mühe macht und dem "Schmarren" nachgeht.

Umzug
aber für den Job bin ich fast 500km weit weg gezogen... in Muc selbst war es nahezu unmöglich eine feste Stelle zu bekommen.

Vermittlung in Teilzeitstelle unmöglich?
ich habe zwar währrend der BEE-Zeit einen neuen Arbeitsplatz gefunden, aber nicht mit Hilfe der BEE. Dort wurde mir im Gegenteil immer gesagt, dass eine Vermittlung in eine Teilzeitstelle nahezu unmöglich sei und ich doch bitte überdenken möge, ob ich nicht Vollzeit arbeiten könne. Insgesamt fand ich die "Hilfe" der BEE eher belastend, im nachhinein war es wohl die schwierigste Zeit in meinem Leben.

beE nicht aktiv beteiligt
Aktiv beteiligt an der Vermittlung war die beE nicht, wenn man von den üblichen Kursen absieht, die mir halt "perfekte" Bewerbungsunterlagen ermöglicht haben.

Ich bin tatsächlich auf einem festen Arbeitsplatz, jedenfalls jetzt nach fast 2 Jahren noch auf dem gleichen, außerhalb von Siemens (auch außerhalb von VDO,wohin ja auch viele - noch bevor sie richtig beE waren - hinvermittelt wurden, vielleicht verfälscht das ja auch die Statistik).

Keine Trauer um Siemens - nur um's Gehalt
Ich bewundere euer Engagement und euere Ausdauer. Ihr seid spitze.
Hier meine Daten: Geboren am: xx.xx.1964 Eintritt Siemens AG: xx.xx.1981 Übertritt in die beE: 01.01.2003 (auf Anraten eines AUB-Betriebsrates)

Eigeninitiativen:
Privater Englischkurs (Dauer 1Jahr - bei 8Std./Woche) Siemens-interne Bewerbungen: ca. 20 -> Vorstellungsgespräche: 1x Erlangen, 1x München Externe Bewerbungen: ca. 25 -> Vorstellungsgespräche: 2x Raum München Austritt Siemens AG: 31.08.2003 (Alter 39), Aufhebungsvertrag

BeE-Leistungen:
ein externes Vorstellungsgespräch vermittelt -> Absage keine Weiterbildungsmaßnahmen Tipp: Gehaltsvorstellung nach unten korrigieren

Persönliche Meinung:
Obwohl ich ganz selbstständig einen neuen Arbeitsplatz gefunden habe, hat mein Berater eine Vermittlungsprämie bekommen und Siemens eine positive beE-Statistik.

Übrigens, der neue Arbeitsplatz war der Horror und ich habe nach 5-Monaten das Arbeitsverhältnis beendet. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit, habe ich jetzt einen tollen Arbeitsplatz allerdings vorerst auf 2-Jahre befristet.

Ob ich Siemens nachtrauere? Nein, nur meinem Siemensgehalt.


Ich bin am 31.01.2004 mit 35 Jahren aus der beE ausgeschieden. Ich habe einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, nachdem ich in Erlangen (leider nicht Munchen) einen neuen Job gefunden hatte. Den entsprechenden Fragebogen von euch habe ich euch damals auch zuruck geschickt.

Viele Grüße und vielen Dank fur euer Engagement.

Aufhebungsvertrag
alleinverdienend, zwei Kinder, 36 Jahre alt, Aufhebungsvertrag

Im neuen Job wieder gekündigt
ich bin 43 Jahre alt, trat von ICM kommend zum Beginn 2003 in die beE ein und unterschrieb mit Wirkung zum 31.10.2003 einen Aufhebungsvertrag. Zum 1.11.2003 trat ich eine neue Stelle an und wurde - kein Scherz - heute, 24.2.05 betriebsbedingt gekündigt.

Ich bin sehr gespannt, was Ihr heraus finden könnt. Aufgrund meiner Kontakte zu einigen Ex-beE'lern kann ich auch nicht glauben, dass die Quoten so gut sein sollen.
Ansonsten möchte ich Euch zur dauerhaften (moralischen) Unterstützung und Versorgung mit Informationen herzlich danken. Macht weiter so!

Befristete Stelle
Ich war zum Zeitpunkt meiner "Vermittlung" zwar "erst" knapp 39, aber trotzdem:
Ich habe meine derzeitige Halbtagsstelle, die einer wissenschaftlichen Angestellten (Drittmittel) an der LMU, im Mai 2003 selbst und das auch per Zufall finden müssen; von "Vermittlung" durch die beE war da weniger zu bemerken.

Wahrscheinlich hat auch dieses Intermezzo bald ein Ende, d.h. zu Ende Mai 2005 läuft wohl meine letzte Verlängerung (immer nur um 2-3 Monate!) aus, und ich stehe wieder ohne Arbeit da - nur diesmal ohne eine beE im Hintergrund. Diese Befristung war mir damals auch bekannt aber man nimmt halt, was sich bietet...

Wieder bei Siemens
bin aus der 1. Welle der beE und habe nach genau 1 Jahr innerhalb der Firma eine neue Stelle bekommen, aber nicht durch die aktive Vermittlung der beE, sondern einzig und allein durch Eigeninitiative. Bin jetzt bei COM MD und hoffe, das alles nicht noch einmal mitmachen zu müssen.

Nicht vermittelt
Ich bin nicht vermittelt, d.h. seit 1.1.05 arbeitslos gemeldet. Ich war in der beE seit 1.6.2003. Ich bin 35 Jahre alt.

VB auf 35-Stunden Basis
Was meine person betrifft, so habe ich ende 2003 wegen rente mit 60 (jahrgang 1950) eine VB unterschrieben. was man allerdings wirklich mal publizieren müßte ist die tatsache, daß mir die "ehrenwerte firma" namentlich mister vögele, nur auf basis eines 35std vertrages eine VB angeboten hatte, was natürlich eine erhebliche finanzielle einbuße für mich bedeutet hat. ich hatte somit die wahl zu unterschreiben oder dann bei kündigung eine kündigungsschutzklage aus der beE einzureichen. die rente wäre allerdings dann erst wieder mit 63 jahren möglich gewesen.
anmerkung: ich bin üt und hatte nie einen arbeitsvertrag unter 40std in der woche. die tatsächliche arbeitszeit lag immer erheblich darüber.das ist nun der lohn dafür.

Ungewisse Zukunft
danke der Nachfrage. Das Thema der 'ungewissen Zukunft' drängt man ständig in den Hintergrund. Würde man drüber nachdenken, wäre der Frustfaktor wohl ziemlich hoch. Nicht gerade motivierend, wenn Verträge max. nur noch eine Laufzeit von sechs Monaten haben und laut Kleingedrucktem sogar im Extremfall innerhalb von vier Wochen gekündigt werden darf. Aber gut, immer positiv denken. Man hofft immer noch, in ein, zwei Jahren wieder zum SAG Stammpersonal zu gehören. Auch wenn dies im Moment nicht gerade realistisch erscheint. Die SAG Abteilungen, wo viele der Kollegen als Leiharbeiter nun arbeiten, würden auch gerne die Leute fest einstellen. Dies ist derzeit aber politisch nicht möglich. Stattdessen rücken jetzt, konkret auch in unserer Abteilung, Com interne Kollegen auf frei gewordene Stellen nach. Freut mich für sie; der Beigeschmack ist nur, dass diese Stellen teilweise doch sehr stark durch unsere Arbeit und Auftragsgewinne ermöglicht wurden und man selber aber weiterhin nur 'Leih' arbeiten darf. Persönlich natürlich auch ziemlich frustrierend, dass der Betriebsrat einem bei der eigenen Entlassung damals nicht helfen konnte, und jetzt die gleichen Leute, wo man wieder eine Stelle gefunden hat, eine Wiedereinstellung komplett blockieren. Die Kollegen, für die man sich damals durch einen Gang in die beE -ich sage es jetzt mal etwas provokativ- geopfert hat, werden jetzt wiederum geschützt und blockieren einem persönlich den Wiedereinstieg in die SAG. Solidarität ja, aber persönlich würde man natürlich auch gerne wieder eine Perspektive sehen.

Pech gehabt?
Mein Freund war 45 als er den neuen Job gefunden hat. Es gibt auch Fälle, wo jemand aus der bee heraus einen Job angenommen hat, der sich dann aber nach kurzem wieder zerschlagen hat, aus welchen Gründen auch immer. Pech gehabt kann man natürlich sagen, aber ohne das Konstrukt bee wäre der Mitarbeiter halt bei Siemens geblieben (in manchem Fall eben mit Kündigungsschutzklage) und hätte sich nicht auf solch einen anderen Job beworben. Und wär jetzt nicht arbeitslos. Einen solchen Fall kenne ich.

Alles Gute für die zukünftigen beE-ler
ich bin zum Zeitpunkt meines BeE Austritts 39 Jahre gewesen. Ich hatte einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag, als in die BeE gegangen bin. Zwei Wochen vor Ablauf der Befristung habe ich einen Arbeitsplatz bei einer Firma gefunden, die sich in der BeE vorgestellt hat. Also durch eine BeE - Vermittlung.

Einen Job in meiner früheren Tätigkeit, wo man mich wieder eingestellt hätte, hat die Personalabteilung mit der Begründung abgelehnt, daß ich kein Studium habe. Hatte ich zuvor auch nicht und 7 Jahre die Tätigkeit durchgeführt.

Die Unterstützung durch den Betreuer der BeE war gleich Null und eine Weiterbildung wurde mir verweigert, da ich das eh nicht in den Lebenslauf schreiben könne und es mir daher nicht's bringt.

Liebe Grüsse und alles Gute für die zukünftigen BeE-ler

Die beE-Pers wusste nichts von meinem Job
Alter: jetzt: 49 Jahre Vermittlung: 1 - auf einen festen Arbeitsplatz bei Siemens Erlangen ABER: die beE hat damit rein gar nichts zu tun. Der Erfolg - meine neue Stelle bei xxx in Erlangen - beruhte einzig und allein auf meine eigene Initiative. Die beE-Personaler wussten von meinem Job gar nichts. Die haben erst von mir davon erfahren, als ich bei der beE "kündigte".

Unterschriften verzögert
Mein Alter: heute 34
Neuer Arbeitsplatz: Siemens xxx (nicht München)
Allerdings ist "vermittelt" ein wenig hoch gegriffen. Ich hatte meine Bewerbungsgespraeche und die informelle Zusage noch vor Weihnachten 2002, d.h. bevor es die bee ueberhaupt gab. Das mit den Unterschriften hat sich dann noch bis Februar hingezogen, weil wie ueblich, laenderuebergreifende Budgetfragen zu klaeren waren.

Kündigung in der beE
ich bin 37 Jahre und gehörte zur 1. Welle der beE von ICN und hatte leider nicht die Notwendigkeit in der 20monatigen Laufzeit einen Aufhebungsvertrag schließen zu können, so dass ich durch die betriebsbedingte Kündigung die Siemens AG verlassen habe. Zum Glück meiner drei Kinder stehe ich heute wieder in Lohn und Brot.


was ich noch vergass zu erwähnen als praktisches Anschauungsbeispiel für das Thema Qualifikationsprofile - falls es für irgendwas nützt: ich bin als Betriebswirtin VWA, Qualitätsmanagerin/Auditorin etc. nach 30 Jahren praktischer Softwareentwicklung inkl. Projekt-, Solution-, Gesamtgruppenleitung etc. schließlich im CEC mit Stellenangeboten bedacht worden, die reichten von
* Essensmarken ausgeben in Augsburg (mehrmonatiger Ferneinsatz) - was ja wohl zum Schokoladeausgebebeispiel bei Firmenfesten auf der NCI-WebSite paßt
* zu Telefon-/Urlaubsvertretung
* zu Unterstützung Sekretariat und Controlling
* Organisation + Moderation des Girls Days (ich bin über 50!)
Freiwillig beworben habe ich mich für
* Handbuch schreiben
* kaufmännisches Immobilienmanagement
* Qualitätsmanagement + PMO für Outtasking-/Outsourcing-Projekt bei Sinius
* Organisation der internen/externen Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung mit der Neuausrichtung der Personalorganisation in Deutschland


Hinzufügen könnte ich auch noch die Fußnote, daß ich, als ich schon über 50 war, im Stellenprofil neu markiert wurde, d.h. von der SW-Entwicklerin zum "Junior Process Consult" mutierte, damit die Firmenausrichtung besser unterstützt wird.

Gedis
Man sollte noch mal die Gedis Dame von der letzten NCI on Air Sendung befragen. Die meint ja dass bei Hirmer in nur 2 Monaten 40 % vermittelt wurden. Ich schließe daraus, dass die beE doch eine gute Sache ist, allerdings im Vergleich mit dem Arbeitsamt. Das Arbeitsamt hat ja nur eine ca. 20 %ige Vermittlungsquote.

Also wenn man die beE mit dem AA vergleicht: super Sache. Wenn man die beE den offenen Stellen bei SAG gegenüberstellt: mies!!!

2003/2004


Persönliche Berichte

Wenn Ihr einen Bericht schicken wollt, bitte an info@nci-net.de

Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin!
Diese Erfahrung werde ich nie vergessen
beE = bitte eigenes Engagement!
Momentan fühle ich mich saumäßig
Die beE schafft keine Arbeitsplätze
Hoffentlich reicht die Zeit
Die beE ist Übungsplatz für Outplacement Lehrlinge
Kurzstatements
...daß man auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen kann
In der beE geht es garnicht und außerhalb nur gesundheitlich gut !

Über beE-Berater (persönliche Berichte)
Beraterwechsel brachte Zufriedenheit
Kurzberichte
Ein Berater wie er sein sollte
konstruktive Einstellung

Zeitarbeit & Consultans
Zurück als Consultants - Bedrohung für andere?



Bericht einer Kollegin: Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin

Vermittlungstätigkeit:
Meine Betreuerin kümmerte sich sehr intensiv um mich, indem sie mich wie im Kindergarten behandelt hat. Das übertriebene Interesse an meinem Privatleben fand ich absolut nicht komisch.
Ich musste ihr über alles Rechenschaft ablegen und regelmäßig meine Bewerbungslisten schicken. Dies führte dazu, dass ich 2 Listen führte, eine für mich und eine für meine Betreuerin, die es nicht anders wollte. Irgendwie wird bei den Bewerbungen Masse statt Klasse erwartet (nach dem Motto: ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn), wobei das immer abgestritten wird.
Ich habe 2 Vorstellungsgespräche vermittelt bekommen. Beim ersten wurde ich abgelehnt und beim zweiten habe ich es doch tatsächlich gewagt von mir aus abzulehnen. Ich habe mich beim Gespräch dermaßen unwohl gefühlt – das war nicht meine Welt. In meinen Augen hätte ich auch keine Chance gehabt die Probezeit zu überstehen. Die Firma hätte mich aber tatsächlich genommen. Das folgende Gespräch in der beE war wirklich lachhaft. Ich hab mich runterputzen lassen müssen und sollte mich rechtfertigen (wo steht in unserem Vertrag geschrieben, dass wir alles annehmen müssen?). Auch der Vorwurf, dass ich die beE bis nächstes Jahr ausnutzten will mußte ich mir anhören (und wenn, wo steht geschrieben, dass ich das nicht darf?)
Auch das hektische, wichtigtuerische Hinterhertelefonieren wegen Kleinigkeiten konnte ich zum Schluß nicht mehr ernst nehmen – das hatte mit Vermittlung im engeren Sinne nicht viel zu tun. Ich empfand es eher als Kontrollanrufe.

Das einzige, wobei mir die Leute in der beE wirklich nützlich waren, war bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Die Tipps waren hilfreich, aber rund wurde das Ganze erst durch die Betroffenen selber, die mir sehr durch querlesen, hinterfragen und weitere Ideen geholfen haben.

Die beE gibt für die Zeit der Jobsuche Sicherheit, und in unserem Fall (dem BR sei Dank) sind wir weiterhin MA der Fa. Siemens. Siemens spart sich im Gegensatz zu einfachen Versetzungen aber ne Menge Geld.

Weiterbildung:
Die Weiterbildung setzte in meinen Augen viel zu spät ein. Ich hätte den SAP-Kurs schon im Feb. benötigt, dann hätte ich innerhalb kürzester Zeit einen Job gehabt. Auch das Verfahren bei den Englischkursen war ein Witz. Die Vergabe der Kursplätze war auch nicht ganz nachzuvollziehen. Jeder Betreuer hat seinem Schützling etwas anderes erzählt. Die Begründungen für oder gegen einen Kurs haben sich z.T. ganz schön wiedersprochen. Auf jeden Fall muß man absolut selber hinterher sein und bohren – von den Betreuern kommt nur sehr wenig. Dadurch, dass die Weiterbildung innerhalb von Siemens stattfindet sind die Inhalte ganz schön siemenslastig (z.B. BWL-Kurse, SAP)

Gehalt: Ich habe heute meinen neuen Job angetreten. Die Gehaltseinbußen sind zwar erheblich (ca. 30%), aber meine Priorität lag auf dem Arbeitsumfeld, wie wird miteinander umgegangen. Direkt gefordert wurde nichts in Bezug auf Gehaltseinbuße, es wurde aber immer wieder darauf hingewiesen, dass wir bei Siemens doch sehr gut verdienen und nicht erwarten könnten, dass wir das Niveau halten.

Zeitarbeit: Der Anteil der Firmenvorstellungen, bzw. der Teilnehmer an der Jobbörse, bei denen es sich um Zeitarbeitsfirmen handelt ist doch erheblich. Die Argumentation der beE kann ich aber absolut nicht teilen. Das ist doch Augenwischerei, dass die Chancen erheblich sind einen festen Job zu erhalten über den Einstieg bei der Zeitarbeit. In meinem Bekanntenkreis werden auch langjährige MA von Zeitarbeitsfirmen freigesetzt, da die Jobangebote der Firmen ausbleiben. Was macht man denn, wenn kein Nachfolgeauftrag kommt. Irgendwie komm ich mir da doch verarscht vor. Als letzten Notnagel am Ende der beE-Zeit kann man vielleicht mal darüber nachdenken, um die Arbeitslosigkeit rauszuschieben, aber vorher ist das absolut indiskutabel.

Vermittlungsquote: Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen? – s. Vermittlungstätigkeit Die Vermittlungsquote ist in meinen Augen nicht aussagekräftig, da davon auszugehen ist, dass sich die weitaus meisten selber um ihren neuen Job gekümmert haben. Auch die Jobbörsen haben meiner Meinung nicht den Erfolg gehabt, der immer wieder angeführt wird. Die mehr oder weniger freiwillig unterschriebenen Aufhebungsverträge erscheinen auch in der Zahl (wieder einer der raus ist, da ist es doch egal ob mit Job, oder was auch immer). Zur befristeten Leiharbeit weiß ich es nicht.

Gefühl: Ich kam mir z.T. ziemlich verarscht vor. Behandelt wie ein kleines Kind. Und wenn ich die Selbstbeweihräucherung lese bekomme ich nen dicken Hals. Auch ich bin jetzt eine Nummer auf der Anzeigentafel. Meinen neuen Job habe ich aber ganz alleine gesucht und gefunden. Mich ärgert es, dass ich als Vermittlungserfolg verbucht werde. Eigentlich eine Unverschämtheit, wie sich die beE mit Federn schmückt, die sie gar nicht verdient hat. Denn die beE ist nur so erfolgreich, wie die MA mitmachen und sich selber kümmern. Der Erfolg ist nur vom MA abhängig.

Fazit: Ich freue mich, dass ich die Firma endlich los bin !!!


Bericht einer Kollegin: Diese Erfahrung werde ich nie vergessen

Liebe NCI-ler,
ihr habt um Meinungen und Erfahrungsberichte zur beE gebeten. Ich möchte gerne etwas dazu beitragen, auch wenn ich wieder einen Job BEI SIEMENS habe (was mich natürlich sehr glücklich macht).
Also, generell möchte ich sagen, dass die beE, wenn man sie als Alternative zur Arbeitslosigkeit sieht, sicher die weitaus bessere Lösung ist, wenn auch begrenzt. Ich hatte vor Siemens schon zweimal das Vergnügen, mir aufgrund von Arbeitsplatzabbau durch Fusion etc. einen neuen Job suchen zu dürfen, und da es sich um kleinere Firmen handelte, gab's keine beE. Ich habe also auf dem Gebiet Erfahrungen und erlaube mir daher einen Kommentar: Siemens hat sich durch die beE (bzw. Abfindungsangebote etc.) wohl sozusagen selbst ein reines Gewissen gemacht und war wohl der Meinung, dadurch z.B. auf Menschlichkeit verzichten zu können. So cool wie diese Aktion durchgezogen wurde, sogar wenn Kollegen betroffen waren, denen es wirklich an die Existenz ging, hatte ich es vorher nie erlebt. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen.
Nach anfänglichem Stress mit dem pers. Betreuer , den wohl ziemlich viele hatten, war der Kontakt und die Beratung in der beE ganz prima. Die Pflicht-Kurse fand ich mäßig hilfreich, ich hätte mir mehr Fachkurse gewünscht, die sicher das Selbstbewußtsein in den Bew. Gesprächen mehr gestärkt hätten. Ist immer gut wenn man sagen kann: ich kann dies und jenes und lerne gerade auch was. Natürlich ist es auch gut zum Thema Bewerben was zu lernen, aber die Situationen sind alle so verschieden, das ist schwierig. Mit der persönlichen Betreuung war ich wie gesagt zufrieden. Ich wurde auch nicht gedrängelt, irgendein Angebot anzunehmen, im Gegenteil, ich hatte eins das lag ziemlich unter der Schmerzgrenze, da hat mir mein Coach dann abgeraten. Es gab Hilfestellung beim Unterlagen-Tuning, ich musste mir das aber selber erarbeiten, es gab nur Tipps. Ist aber ok.
Die Vermittlungsquote ist natürlich so eine Sache, alle die ich kenne, die wieder einen Job haben, haben ihn sich selber gesucht. Auf der anderen Seite sind die Betreuer sehr eifrig dabei Jobs zu acquirieren, und dann gibt es ja die Jobbörsen. Leider ist das Angebot an freien Stellen mehr als dürftig, deshalb hält sich der Erfolg in Grenzen. Hoffentlich gibt es bald mal wieder mehr Jobs.
Warum nicht versucht wurde, die Leute durch Versetzungen im Konzern unterzubringen, verstehe ich auch nicht. Ich denke auch man hätte durch Altersteilzeit oder Job-Sharing Modelle o.ä. viele viele Arbeitsplätze retten können, da hat meiner Meinung nach der gute Wille gefehlt. Aber die Personalpolitik bei ICN war immer schwer zu durchschauen. Also, ich fand die beE keine schlechte Lösung. Es ist natürlich für jeden sehr schwer, auf einem leergefegten Arbeitsmarkt sich einen Job suchen zu müssen und bei Vorstellungsgesprächen rumzuschleimen. Psychologische Unterstützung ist sehr wichtig. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man als Ex-Siemensianer bei kleineren Firmen manchmal skeptisch betrachtet wird.
Bzgl. Gehaltseinbußen: jetzt bekomme ich wieder meine frühere Gehaltsgruppe, das ist super. Bei externen Firmen hätte ich mich zwischen 20-30 % verschlechtert (wenn die mich überhaupt genommen hätten), ohne Berücksichtigung der Wochenarbeitszeit, die gar nicht selten bei 40 Std. liegt. Zeitarbeit wäre für mich nach einem halben Jahr beE schon ein Thema gewesen, ich hatte langsam Entzugserscheinungen.

Ich danke Euch für Eure unermüdliche Unterstützung und wünsche allen Kollegen, dass sie einen Job finden.


Bericht eines Kollegen: beE = bitte eigenes Engagement!

bei der internen Arbeitsplatzsuche ist mir folgendes passiert:

Kurz vor dem Entscheidungstermin hätte ich bei ICN einen anderen Job gehabt. Ich hatte Mitte November den Brief erhalten und mir die Entscheidung zur beE bis zum letzten Tag vorbehalten. Eben am 11.12.2003 hätte ich bei ICN einen neuen Job als xxx gehabt und wäre auch tatsächlich von dieser Abteilung genommen worden, da ich diese Tätigkeit bereits jahrelang gemacht habe. Ich durfte diesen Job aber nicht annehmen, da der Bereichsvorstand ein paar Tage vorher, auf Drängen von Herrn X (PA) entschieden hat, das alle die Personen, die den Brief erhalten haben, innerhalb des ICN nicht mehr versetzt werden dürfen!
beE = bitte eigenes Engagement!
Genauso kann man es sagen, den außer der Hilfestellung wie man seinen Lebenslauf vorwärts oder rückwärts erstellen kann kommt von dort nicht viel.
Man wird zur Jobbörse genötigt, auch wenn man schon im Vorfeld feststellen konnte, das von den teilnehmenden Firmen keine für einen persönlich interessant ist oder einen intersanten Job anbieten kann. Dann wird man noch von seinem Berater angeschnauzt, weil man nicht bewerbungsmäßig angezogen ist und es bei der Einstellung kein Wunder ist, wenn man keinen Job findet! Dass man zu einem Vorstellungsgespräch bewerbungsmäßig gekleidet ist, versteht sich von selbst, aber doch nicht wenn ich nur wohin gehen muß um dagewesen zu sein !
Gesagt wird einem auch noch, daß man sich in der jetzigen schlechten Arbeitsmarktlage darauf einstellen müsse eben für ? Jahre an einem anderen Standort, als Wochenendheimfahrer, zu arbeiten und dabei auch noch weniger Verdienst in Kauf zu nehmen. (Beispiel Mitarbeiter in T7 geht nach Erlangen auf T5 Job - nach Einsatz der beE konnte man sich auf T6 einigen - toller Erfolg, was hätte dieser Mitarbeiter nur ohne die beE gemacht!)
Von meinen derzeit 55 Bewerbungen (intern und extern) habe ich bis jetzt 50 Absagen !
Fast vorwurfsvoll bekommt man vom Berater manchmal eine Stellenausschreibung gezeigt, ob man diese gesehen habe und warum man sich noch nicht darauf beworben hätte. Selbst hat man den angebotenen Job schon gesehen und sich nicht beworben, da man entweder nicht die richtigen Voraussetzungen dafür mitbringt oder der Arbeitsplatz einfach zu weit weg ist. Wenn man sich darauf bewirbt bekommt man eine Absage die oft damit begründet ist, das man nicht die passenden Voraussetzungen mitbringt oder die Entfernung als Problem gesehen wird.
Kommende Woche habe ich wieder einen Termin mit meinem Berater, von dem ich mir inzwischen nichts mehr erwarte. Am Besten man läßt uns in Ruhe wenn man uns beE´lern schon nichts zu bieten hat !
Die Berater sollten doch eigentlich dazu da sein, uns einen angemessenen Job im Vergleich zum verlorenen Arbeitsplatz zu besorgen, ich selbst habe jedenfalls nur noch den Eindruck man will jeden von uns als "Metzgermeisters Aushilfegesellen" vermitteln, nur um dann irgendeine ausgehandelte Vermittlungsprämie zu kassieren! Bin mal gespannt, ob Andere der gleichen Meinung sind.


Interview mit Kollegen: Momentan fühle ich mich saumäßig

Vermittlungstätigkeit:
NCI:      Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die Vermittlungen wie dort behauptet?
Kollege:Um die Vermittlung eher weniger, aber die Nachbesprechung von Vorstellungsgesprächen schon. Bei einer schwierigen Entscheidung, die meinerseits zur Absage eines Stellenangebots geführt hat, habe ich eine wirkliche Hilfe bei der Entscheidungsfindung bekommen.

NCI:      Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu vermitteln? Wie sieht so eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im HRM oder im Internet?
Kollege: NEIN, es ist nicht mehr ausser Firmenpräsentationen.

NCI:      War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch durch einfache Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege: Gründung der beE war (dafür!) nicht notwendig.

Gehalt
NCI:      Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege: 30 - 50 % Einbußen (bei FK, Stufe 5)

NCI:      Was wird von Euch bzgl.Gehaltseinbuße gefordert.
Kollege: Mir ist keine Forderung bekannt.

Zeitarbeit
NCI:      Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Kollege: Für mich erst aus der Arbeitslosigkeit heraus, sonst habe ich noch größere Verluste.

Vermittlungsquote:
NCI:      Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen?
Kollege: Nein.

NCI:      Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig, oder gehen da auch Aufhebungsverträge ein, befristete Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:Weiss ich nicht ?

Gefühl
NCI:      Wie fühlt Ihr Euch in der beE? Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege: Momentan fühle ich mich saumäßig.


Interview mit einem Kollegen: die beE schafft eben keine Arbeitsplätze

Vermittlungstätigkeit:
NCI:      Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die Vermittlungen wie dort behauptet?
Kollege:In meinem Fall nein, aber in dem Bewustsein, dass die Eigeninitiative der entscheidende Baustein ist kann ich damit leben.

NCI:      Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu vermitteln?
Kollege:Ich denke fast schon, aber die Möglichkeiten sind eben bescheiden und die beE schafft eben keine Arbeitsplätze.

NCI:      Wie sieht so eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im HRM oder im Internet?
Kollege:Scheinbar nicht - die persönlichen Kontakte zu PA´s anderer Firmen stellen sich mir nicht als vorteilhaft dar. Beispiel BMW: Es werden offensichtlich nur dieselben Stellen angeboten als auch auf der Internethomepage von BMW zu finden sind.

NCI:      Welche Unterstützung bekommt Ihr wirklich, welche würdet Ihr gerne bekommen?
Kollege:Ein paar Tipps sind schon ganz nützlich, aber die bekomme ich meist von Kollegen. Außerdem sind die Kollegen nicht so arogant wie die meisten Berater. Ich würde mir mehr Unterstützung bei der Vorakquisition wünschen, denn die Suche nach einer geeigneten Stelle ist die schwierigste und zeitaufwendigste.

NCI:      War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch durch einfache Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege:Für mich war die beE die Beste der zur Verfügung stehenden Alternativen. New Placement hatte mir aber besser gefallen und mich auch weiter gebracht - vielleicht, weil es nicht so frustrierend war.

Gehalt:
NCI:Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege:Das ist sehr von der neuen Position abhängig. Ich habe durch meine Vorstellungsgespräche den Eindruck erhalten, dass die meisten Firmen bei der Besetzung Ihrer Stellen zuerst darauf bedacht sind den geeignedsten Kandidaten zu finden und diesem dann aber eine adequate Bezahlung anbietet.

NCI:      Was wird von Euch bzgl. Gehaltseinbuße gefordert?
Kollege:Ich persönlich musste erkennen, dass ich eine ähnliche Position, in der meine Qualifikationen zum Großteil benötigt werden kaum finden werde. Das bedeutet für mich, dass ich meine sehr adaptieren Siemenskenntnisse und -erfahrungen nur zu einem Bruchteil "weiterverkaufen" kann und mich auf meine Ausbildung besinnen muss, die leider schon etwas zurück liegt. Demnach werde ich auch nicht viel mehr als ein Absolvent verlangen können. Ich rechne derzeit mit minus 20 % brutto.

Zeitarbeit:
NCI:      Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Kollege:Ich habe mich bei über 40 Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleistern gemeldet. Dort hätte ich wirklich mehr Reaktionen erwartet. Meine Erkenntnis ist zumindest, dass die Qualität dieser Personaldienstleister mehr von den jeweiligen Bearbeitern/Beratern abhängt als vom Namen der Firma.

Vermittlungsquote:
NCI:      Wird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen?
Kollege:Nein, aber welcher Druck kann übrigens auf mich ausgeübt werden. Außerdem glaube ich nicht, dass das die Vermittlungsquote erhöht. Ich würde mir hier ggf. mehr eine partnerschaftliche Umgangsweise wünschen.

NCI:      Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig oder gehen da auch Aufhebungsverträge ein, befristete Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:keine Ahnung

Gefühl:
NCI:      Wie fühlt Ihr Euch in der beE?
Kollege:unbrauchbar

NCI:      Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege:Eigentlich zufrieden, weil es viel schlechter sein könnte


Interview mit einem Kollegen: Hoffentlich reicht die Zeit

NCI:Ist die beE das - die Lösung für die Probleme des Stellenabbaus?
Kollege:Nein, sie gibt den betroffenen lediglich mehr Zeit um sich selbst einen neuen Job bzw. irgend einen Ausweg zu finden !

Vermittlungstätigkeit:
NCI:Kümmern sich die Betreuer wirklich so intensiv, um die Vermittlungen wie dort behauptet?
Kollege:Nein, was sollen die Vermittler den tun, wenn einfach keine passenden Jobs vorhanden sind oder man auf die Bewerbungen nur Absagen bekommt. Mehr als dies zur Kenntnis zu nehmen können die Berater auch nicht ! Die können und wissen auch nicht mehr als jeder beE´ler ! Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner !

NCI:Wird in der beE wirklich alles getan, um Euch einen neuen Job zu vermitteln? Man tut was man kann ! Man bekommt Tips zur Gestaltung der Lebensläufe und hin und wieder einen Tip zu einer Stellenanzeige, aber deswegen hat man noch keinen neuen Job, dies hängt natürlich vom ausschreibenden Arbeitgeber ab.

NCI:Wie sieht so eine Vermittlung aus; ist sie mehr als nur Stellenanzeigen im HRM oder im Internet? Kollege:Nein, den mehr können die Vermittler auch nicht tun. Sie schauen sich die Bewerbungen des Einzelnen an und nehmen zur Kenntnis ob derjenige 50 oder 100 Absagen hat, aber die Vermittler haben ja keinerlei Einfluß darauf ob man vom ausschreibenden Unternehmen auch genommen wird.

NCI:Welche Unterstützung bekommt Ihr wirklich, welche würdet Ihr gerne bekommen?
Kollege:Die Unterstützung beschränkt sich auf Tips wo man eventuell ein passendes Job-Angebot finden könnte. Am Anfang der beE hieß es, das diese "Professionellen Vermittler" angeblich so gute Kontakte zu den Firmen haben, das diese auch Jobs anbieten können, die noch garnicht ausgeschrieben sind. Davon hat man bis jetzt überhaupt nichts gemerkt ! Toll wäre, wenn sich mein persönlicher Berater selbst einmal hinter eine oder mehrere Bewerbungen seines zu beratenden beE-Mitgliedes hängen würde um mal selbst zu erfahren, wie chancenlos man trotz aller Tips und Ideen der Berater ist, und wie man teilweise von manchen Firmen behandelt wird.

NCI:War es notwendig eine beE zu errichten, oder hätte man vieles auch durch einfache Versetzungen und Kurse lösen können?
Kollege:Die beE zu errichten war nur eine Notwenigkeit des Arbeitgebers, um die dort eintretenden Mitarbeiter nach der vereinbarten Frist sicher los zu haben ! Wenn eine Firma wie Siemens, mit 450.000 Mitarbeitern weltweit, will, dann sind 1100 Mitarbeiter eines Bereiches kein Problem. Man könnte diese Mitarbeiter durch interne Kurse weiterbilden und so lange einen Einstellungsstop für den gesamten Konzern verhängen, bis man diese 1100 Mitarbeiter intern untergebracht hat. Aber dies ist ja nicht gewünscht, da man mit dieser Entlassungswelle nur den gemeinsamen Druck der Arbeitgeber auf die derzeitige Bundesregierung erhöhen will.

Gehalt
NCI:Mit welchen gehaltlichen Einbußen ist bzgl. neuem Job zu rechnen?
Kollege:Mein bisher bestes Angebot liegt 42,3 % unter meinem letzten Gehalt bei Siemens ! Wer kann sich das leisten ?

NCI:Was wird von Euch bzgl. Gehaltseinbuße gefordert ?
Kollege:Bis zu 30% weniger ist für die Berater der beE normal !

Zeitarbeit:
NCI:Welche Bedeutung hat Zeitarbeit?
Wäre nicht schlecht, aber die Gehaltseinbuße beträgt bei einem Job in einer Zeitarbeitsfirma zwischen 40 und 50 % ! Wer sieht das als erstrebenswert an ?

Vermittlungsquote:
NCIWird Druck auf Euch ausgeübt, um die Vermittlungsquote zu erhöhen? Kollege:Ja, es wird von den Beratern ständig mehr von den beE-Mitgliedern als Zugeständnis an den neuen Arbeitsplatz erwartet. Anderer Siemens-Standort wird gepriesen, egal was mit der Familie des entsprechenden Kandidaten dann passiert. Gehaltlich sollen wir bald froh sein woanders überhaupt etwas für unsere Mitarbeit bezahlt zu bekommen, d.h. die zumutbaren Einbußen werden immer weiter nach unten gedrückt.

NCI:Ist die Vermittlungsquote aussagekräftig, oder gehen da auch Aufhebungsverträge ein, befristete Leiharbeit (mit Rückkehr in die beE) nach Beendigung?
Kollege:Außer der roten Zahl beim betreten der beE habe ich bisher nur einmal bei der Zahl 100 erfahren wie sich diese Zahl intern und extern aufteilt. Ob da aber Aufhebungsverträge und Leiharbeit mit eingerechnet sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Leiharbeit glaube ich nicht, da dies ja unter Umständen die Zahl im nächsten Monat wieder reduzieren könnte. Dagegen vermute ich, das Aufhebungsverträge auf alle Fälle mit eingerechnet werden, da damit ja tatsächlich wieder eine Person weniger da ist und dies die Statistik ja wieder verbessert !

Gefühl:
NCI:Wie fühlt Ihr Euch in der beE?
Abschiebebahnhof - warten auf die Arbeitslosigkeit ! Trotz aller Bemühungen und dutzenden von Bewerbungen bekommt man nur Absagen und die Zeit vergeht. Man ist irgendwie machtlos und wird man nicht "zufällig" noch von einem Arbeitgeber genommen, dann ist die Arbeitslosigkeit vorprogrammiert ! Von den möglichen Finanziellen Katastrophen, wegen Haus-Abzahlung u.a. ganz abgesehen.

NCI:Wie zufrieden seid Ihr?
Kollege:Zufrieden sein kann man derzeit bloß mit der eigenen Gesundheit. So fit wie derzeit war ich schon lange nicht mehr, da man genügend Zeit hat um sich sportlich zu betätigen und zu erholen. Aber das Endedatum der beE schwebt unsichtbar immer über dem Kopf und man kann selbst nicht mehr machen, als sich zu bewerben und auf Erfolg zu hoffen. Man kann niemand zwingen eingestellt zu werden. Zufrieden sein werde ich erst, wenn ich den für mich passenden Ausweg aus der ganzen Situation gefunden habe - hoffentlich reicht die Zeit !


Bericht eines Kollegen: Die beE ist Übungsplatz für Outplacement-"Lehrlinge"
Die geschilderten Erfahrungen der Teilnehmer kann ich leider bestätigen. Ich bin seit 1.7. dabei , meine Erfahrungen und Beobachtungen bisher:

Fazit:
Die beE ist Übungsplatz für die Outplacement-"Lehrlinge" von ICN P, was im Vergleich mit - mir bekannten - externen Profis deutlich auffällt. ICN lockt mit hohen Versprechungen in die BEE , substantiell folgt wenig. Erfolge basieren auf den persönlichen Bemühungen der MA, aber nicht auf Vermittlung!

BEE - value ? Zeit und Geld!
aber :
Bei hoher Eigenverkaufsfähigkeit und Attraktivität nicht nötig, für alle anderen Vorstufe -mit Geldvorteil- vor der Arbeitslosigkeit , d.h. nicht wirklich empfehlenswert.

Lt meinem beE Betreuer die bessere Alternative zur Kündigung, denn die MA aus für ICN verlorenen KschKlagen werden sowieso irgendwo isoliert deponiert... ! ( kam explizit rüber ,was soll man da noch sagen!).


Kurzstatements
Ich hatte im Frühling ein 5mn-Kontakt während einer Job-Börse mit Top It und sie haben mich im September wieder angesprochen. Die beE hat mir dabei geholfen, durch die Zeitarbeitfirma eine Rückkehrmöglichkeit in die beE bis Ende 2003 zu sichern, falls der Job nichts wird.

Ich fand die Firmenpräsentationen und die Job-Börsen ganz gut. Ich habe auch einen viermonatigen Java-Workshop über die beE bekommen.

Unterstuetzung: Ja, durch die Genehmigung der Schnupperarbeitszeit.

War das erste und einzigste Vorstellungsgespräch und es hat geklapt.

Ich glaube, daß die bee sich nicht zu sehr mit Jobrecherchen auf dem externen Markt aufhalten sollte, sondern Weitervermittlungen intern (v.a. befristet, mit der Möglichkeit der Rückkehr zur bee nach Ablauf des Projekts) forcieren sollte. Ich denke nicht, daß die Vermittlung besser klappt, bloß weil Siemens für die Kandidaten wirbt (der Benefit für Siemens bei erfolgreicher Vermittlung ist zu offensichtlich). Bei mir hat es schlechter geklappt: ich weiß bis heute nicht, was aus meinen Bewerbungen über die bee geworden ist - es gab nie Feedback. Bereitstellung von Infrastruktur (bis hin zur Finanzierung von kurzen Praktika und Voluntariaten) ist eine sehr wichtige Basis für Jobsuche, ebenso wie allgemeine Beratung und Schulungen.

Die Seminare am Anfang waren hilfreich, genauso wie die Beratungsgespräche mit dem Coach. Bereitstellung von Arbeitsmitteln (insbes. Telefon) war hilfreich, habe ich jedoch nicht übermäßig benötigt


Bericht eines Kollegen: ... dass man dem gesunden Menschenverstand vertrauen kann
ich bin von den geplanten Abbaumaßnahmen von SIEMENS ICM N betroffen. Der Betriebsrat konnte die Einrichtung einer BeE durchsetzen und somit habe ich mich sehr für die Erfahrungsberichte auf Ihrer Internetseite zur beE interessiert und einer hat mich sehr fasziniert:

Bericht eines Kollegen: beE = bitte eigenes Engagement! bei der internen Arbeitsplatzsuche ist mir folgendes passiert: Kurz vor dem Entscheidungstermin hätte ich bei ICN einen anderen Job gehabt. ...

Bei uns sind auch in einem anderen Bereich 25 offenen Stellen ausgeschrieben und sollen nur intern besetzt werden.. es sollen wohl gut 3 mal so viele Bewerbungen vorliegen. Nur ein Entscheidungstermin über diese Einstellungen ist nicht zu erfahren. Die Bewerbungsgespräche sollen wohl in der nächsten Woche beginnen. Zum Ende der nächsten Woche soll ich mich zu dem Eintritt in die BeE entschieden haben (.. sonst folgt die Kündigung) Ich bin nicht der einzige hier, der vermutet, daß die Einstellungen bewußt solange verzögert werden, um zu sehen, wer bereit ist in die BeE abzuspringen. Ich denke, daß ich kaum eine Chance auf eine dieser Stellen habe, wenn ich in die BeE gehe... Übertreibung? Der Erfahrungsbericht des (Ex-)Kollegen bestätigt mir aber, daß man auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen kann, solche Überlegungen durchaus nicht paranoid sind und die Mitarbeiter der PA durchaus mehr Entscheidungsgewalt haben, als von Vorgesetzten und PA'lern zugegeben wird, wenn man Sie direkt mit solchen Befürchtungen konfrontiert...
Vielen Dank für Ihr Engagement!!


In der beE geht es garnicht und außerhalb nur gesundheitlich gut !
Nachdem ich meine Tochter Heute Morgen zur Schule gebracht habe, war ich beim joggen (6,5 Kilometer) und wie immer fühle ich mich danach bestens. Überhaupt, so fit wie die letzten 9 Monate war ich die letzten 20 Jahre nicht !

Mittlerweile bin ich, seit Sonntag, bei Bewerbung 82 angelangt. Die Anzahl der Absagen beläuft sich auf 75 ! (Jubiläum !!)
Von meiner mir zugeteilten Beraterin kommt rein gar nichts außer ihrer persönlichen Meinung, dass ich mich in ihren Augen vielleicht nicht ernsthaft genug bewerbe und ihr die Kleidung nicht gefällt, mit der ich zu ihr in die Beratungsgespräche und zur Jobbörse komme. Ich gehe halt immer ganz normal gekleidet hin und trage dazu keinen Anzug mit Kravatte. Bei einem richtigen Vorstellungsgespräch bin ich selbstverständlich anders gekleidet. Aber warum soll ich mich in Schale schmeißen, wenn dies nichts bringt. Die Beraterin hatte noch nie auch nur einen passenden Job anzubieten und auf den Mussveranstaltungen (Jobbörse) war dies auch noch nie anders. Es ging sogar soweit, das mir meine Beraterin gesagt hat, wenn ich die beE bis Ende durchlaufen wolle, dann müsse ich ihr das nur sagen, dann läßt sie mich in Ruhe.
Nachdem ich ca. alle 2 Monate zur "Bewerbungskontrolle" mit meinem Ordner bei ihr bin, fühle ich mich so auch nicht gerade belästigt. Deshalb bin ich unbedingt für einen Beraterwechsel!

Mit den Vorstellungsgesprächen ist das auch so eine Sache, wenn man welche hat, dann sind diese meist für relativ zweifelhafte Jobs (ansehen und -hören schadet trotzdem nicht !).
So könnte ich eine Agentur übernehmen. Der Haken dabei ist, es steht noch nicht fest, welche dies sein würde und man ist 6 Tage die Woche im Job und hat Abends ab 17 Uhr bis ? Kundentermine. Will man das ? Meine Frau ist nicht gerade begeistert von der Aussicht, das ich Abends nur noch selten Zuhause sein würde.
Diese Woche werde ich mir noch 2 Jobs ansehen, der eine ist, Kunden abzuwerben und pro Abschluß Provision zu erhalten. Die Verdienstmöglichkeiten sollen bis zu 25.000? monatlich reichen !? Ich bin immer sehr vorsichtig angesichts solcher Zahlen ! Auf Provisionsbasis fehlt mir auch die mit Familie dringend benötigte Sicherheit, falls es dann doch nicht so läuft oder es in 2-3 Jahren vielleicht kaum noch Kunden abzuwerben gibt, weil der Markt gesättigt ist. Auch da könnte ich vielleicht sogar eine eigene Niederlassung in meiner Region bekommen.
Der zweite Job ist, xxx zu verkaufen. Dabei sitzt man im Auftragszentrum der Firma und bekommt seine Kundentermine zugeteilt. Auch sehr unsicher und das tatsächliche Einkommen ist schwer zu durchschauen.

Andererseits plagt mich auch langsam der Endetermin der beE, nicht einmal mehr 9 Monate (wenn keine Verlängerung mehr kommt) und was dann ? Vielleicht beiße ich mich dann in den Hintern, das ich keinen dieser Jobs wenigstens versucht habe. Wie man es macht kann es falsch sein ! Man weiß einfach nie wie man es richtig macht und ist halt leider durch die Familie und laufende Abzahlungen in der Risikofreudigkeit eingeschränkt.

Wie ist es eigentlich wenn ich in x Monaten die Kündigung von Siemens bekommen habe ? Ist es nach der Kündigung noch möglich sich intern versetzen zu lassen oder ist die Tür nach intern damit bereits zu ?

Anmerkung: Da sich die beE Vermittlungszahlen mit jeder Vermittlung erhöhen lassen, dürfte die Tür angelehnt sein. Die Frage ist allerdings, ob diejenigen, die die beE verlassen müssen, weil die Zeit um ist, auch als vermittelt zählen - vermittelt zum Arbeitsamt; das kann nicht so recht kündigen.

Beraterwechsel brachte Zufriedenheit
Mein, mir im Februar von der beE zugeteilter Berater hat auch unter allen Umständen verlangt, daß ich mich permanent bewerbe, ob die Stellenausschreibung zu meinem Profil passt oder nicht. Ich habe aber dazu 3 Probleme, zum einen habe ich kein abgeschlossenes Studium, zum anderen bin ich mittlerweile 45 Jahre alt, und zum Dritten habe ich mir viele Kenntnisse selbst angeeignet, und dafür logischerweise keine Bestätigungen oder Kurszertifikate habe. Von einer anderen beE-Kollegin habe ich dann einen Hinweis bekommen, welche Kurse angeboten werden. Auf Nachfrage bei meinem Berater sagte dieser, dass ich mir diesbezüglich keine zu grossen Hoffnungen machen sollte. Es folgten eine Reihe fruchtlose Telefonate und Beratertermine. Als ich ihn dann speziell auf einen bestimmten Kurs ansprach, meinte er, daß er keine Notwendigkeit für diesen Kurs gesehen hat. Begründung: er ordnet mich in der Hardware-Entwicklung ein! Und das, obwohl ich noch nie etwas mit Hardware-Entwicklung zu tun hatte, und dieses auch aus meinem Lebenslauf nicht hervorgehen kann (hat er meinen Lebenslauf einmal genau gelesen, oder interessiert ihn das überhaupt?). Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwei Vermutungen, zum Einen daß uns die beE, zwar positiv formuliert, aber doch möglichst kostengünstig entsorgen will, zum Anderen, daß dieser Berater vielleicht auf seinem Gebiet gut sein kann, aber mit der Zuordnung in der EDV Probleme hat. Den Kurs hat er mir nach längerer Diskussion dann doch genehmigt, nachdem er gemerkt hat, dass er im Irrtum war. Anscheinend wurden die Berater Anfang des Jahres wahllos zugeordnet, ob sie Kenntnisse auf dem Fachgebiet der betroffenen beE-ler hatten, oder auch nicht.

Nach mehrereren im Streit ausgetragenen Telefonaten, hat mich dann Frau W. um ein Gespräch gebeten. Diese wollte eine Darstellung des Sachverhalts von mir hören. Nach dem ich ihr gegenüber dann gesagt habe, wenn die Vorkommnisse bei einem Bankberater passiert wären, hätte ich den schon längst "in die Wüste geschickt", bzw. die Bank gewechselt, da verstand sie auch den Ernst meiner Meinung. Folglich beantragte ich einen Wechsel des Beraters wegen unüberbrückbarer Differenzen, mit gleichzeitiger Nennung eines Wunschkandidaten. Diesen habe ich dann auch bekommen und bin sehr zufrieden mit ihm. Dieser Berater ist sehr realistisch und bewegt sich auch auf dem Boden der Tatsachen.

Das eigene Schicksal kann und muß man auf alle Fälle selbst in die Hand nehmen, der Berater kann und soll da auch nur unterstützend hilfreich sein. Denn letztlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Es ist schlimm genug, daß wir in diese Situation gekommen sind.

Kurzberichte
Ich habe jetzt seit ich in der beE bin soviele Leute kennen gelernt wie seit meinem Studium nicht mehr. Natürlich unterhält man sich auch über die Betreuung und die Betreuer.

- Einige haben erzählt, dass ihr Betreuer verlangt, dass sie jeden Tag eine Bewerbung abschicken, mindestens fünf Stück pro Woche. Du kennst ja die Situation auf dem Arbeitsmarkt - so eine Forderung ist ausgemachter Blödsinn, aber - sie wird (mit entsprechendem Druck) verlangt.

- Einige haben erzählt, ihre Berater verlangen von ihnen wöchentlich eine Aufstelleung der vorgenommenen Bewerbungen in Form einer Exceltabelle, mit den Feldern: "von wann stammt die Ausschreibung", "wann wurde sie entdeckt", "wann wurde Telefonkontakt aufgenommen", "wann wurde die Bewerbung abgeschickt", "wann kam die Eingangsbestätigung" ... ... ...

- Von einigen habe ich gehört, dass sie gerade Mal zwei Wochen Kurs bekamen. Weitere Kurswünsche wurden vom Berater abgeblockt: "Wieviel wollen sie denn noch?"

- Ein paar Kollegen haben erzählt, ihnen wurde bei Vorstellungsgesprächen ein Gehalt geboten das weniger als die Hälfte ihres bisherigen war. Ihre Betreuer haben sie gedrängt die Stellen doch anzunehmen. Unterstrichen mit so "tollen" Bemerkungen wie "sie müssen schon nehmen was sie bekommen", "in ihrer Lage sollten sie nicht so wählerisch sein", "stellen sie sich doch nicht so an", "in ihrem Alter sollten sie froh sein überhaupt etwas zu bekommen" ...

Ein Berater wie er sein sollte
Mein Betreuer:

- Ich habe ihm mal erzählt, dass in manchen Wochen nur eine oder manchmal auch gar keine passende Stelle zu finden ist. Er hat das akzeptiert, da er selber den Stellenmarkt beobachtet und weiss dass es nicht rosig ausschaut. Er verlangt nicht von mir, dass ich mich als Strassenkehrer oder Kloputzer bewerbe, nur um mein wöchentliches Soll zu erfüllen.

- Ich habe gerade einen viermonatigen Java-Kurs hinter mir. Als ich jetzt noch einen Oracle-Kurs anfragte hat er mich _nicht_ dumm angequatscht. Dass ich nicht die Kurse bekomme die ich eigentlich wollte liegt nicht an ihm sondern an den Vorgaben der beE.

- Als mir eine Stelle für ein Jahresgehalt von ca. 40.000 p.a. angeboten wurde (bei 40Std, unbezahlte Überstunden, Reisetätigkeit), da hat er nicht verlangt, dass ich diese Stelle annehme. Er hat mir zwar gesagt, dass ich Abstriche machen muss (was ich auch verstehe), aber er hat auch gesagt, dass ich nicht "für ein Butterbrot" arbeiten gehen sollte.

- Als ich mich jetzt auf eine Stelle im Ausland bewerben wollte, und noch ein paar Informationen gebraucht habe, habe ich mehrere Tage erfolglos versucht dort anzurufen. Nachdem das nicht geklappt hat und ich jetzt wegen des Kurses auch nicht mehr soviel Zeit habe hat er es solange versucht, bis er jemanden erreicht hat, und mir die entsprechenden Informationen besorgt.

- Ich hatte im Juni angekündigt, dass ich im Juli Urlaub machen will. Anfang Juli, ich war gerade ca tausend Kilometer weit weg, rief Frau K. auf dem Handy an und meinte sie habe gerade einen Termin für ein Vorstellungsgespräch für mich vereinbart. Ich habe ihr erklärt, dass ich im Urlaub und bereits 1000 Km weit fort sei. Sie hat ernsthaft verlangt, dass ich unverzüglich nach München zurückkommen solle. Als ich ihr sagte, dass es keinen Sinn mache die weite Strecke zu fahren (die suchten einen Hardwareentwickler - FPGAL, VHDL etc. - ich bin Softwareentwickler), da meinte sie "wir werden schon noch sehen ob sie kommen oder nicht". Kurze Zeit später läutete wieder das Telefon, es war mein Betreuer, und er fragte was denn los sei, die Frau K. habe sich bei ihm beschwert. Ich habe ihm die Situation erklärt, und er hat die Sache geregelt.

Anmerkung: dieser Berater ist übrigens der gleiche wie der des Kollegen, der zu diesem Berater gewechselt hat.

Konstruktive Einstellung
Ich hatte in der beE von Anfang an Probleme mit meiner Beraterin, die sich schließlich in einem offenen Streit kulminierten. Kurze Zeit darauf wurde ich zu einem Gespräch zur beE-Leitung geladen.

Meine Erfahrung und Ratschlag für ähnliche Fälle : Man sollte bei offensichtlicher Erfolg- und Sinnlosigkeit der Zusammenarbeit mit der zugeteilten Beraterin auf Frau W. ( beE-Leiterin ) offen zugehen, sie um ein Gespräch möglichst unter vier Augen bitten, ihr die Situation sachlich, frei von Emotionen schildern und um einen Beraterwechsel bitten.

Frau W. hat eine wirklich sehr konstruktive Einstellung, zumindest in meinem Fall hat sie die zukünftige Vorgehensweise thematisiert statt "Vergangenheitsbewältigung" zu betreiben. Mein Wunsch nach einen neuen Berater wurde erfüllt, da hierzu objektiv nachvollziehbare Gründe vorlagen.

Zurück als Consultants - Vedrohung für andere?

Der Konflikt:
"Moralische Bedenken, als Consultant bei Siemens den (noch) Festangestellten die Arbeit wegzunehmen, habe ich zwar, aber nach einem Jahr erfolgloser Suche nach einem internen oder externen Job habe ich keine andere Wahl.", schrieb ein Mitarbeiter.

Hier sei ganz klar gesagt, dass NCI auch alle Consultants unterstützt. Es hilft nur dem Arbeitgeber, wenn ein Keil zwischen Consultants und Festangestellten getrieben wird. Jeder Festangestellte kann morgen ein Consultants sein, die Umkehrung ist weniger wahrscheinlich.

Der Wunsch von NCI ist es,
dass sich auch die Mitarbeiter, die noch einen Job haben,
sich rechtzeitig informieren und solidarisieren.