Angst essen Seele auf

Wenn die Kündigung droht, ist Angst da. In dieser Situation erscheint das Angebot der Beschäftigungsgesellschaft wie ein Rettungsanker, sagt doch schon das Wort, dass man schnell wieder eine Beschäftigung finden wird. Oft schon haben wir den Satz gehört: "Wenn ich gewusst hätte, wie schwierig es ist, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, hätte ich das nie gemacht." Wir können euch sagen: Es ist schwierig.

Daher sollte man bei aller Angst, bei dem Wunsch, ich will wieder meinen Frieden, sich die Zeit nehmen und die Alternative "Kündigungsschutzklage" prüfen. Wie könnt ihr auf unserer Homepage nachlesen. Dann erst sollte man sich entscheiden, ob mein seinen Arbeitsplatz durch Gang in die beE freiwillig aufgeben will. Kündigen tun Arbeitgeber, die eine beE anbieten übrigens fast nie. Sie setzen auf die Unsicherheit ihrer Mitarbeiter.

Eines aber sollte man nie tun, in die beE aus Angst gehen, ansonsten seinen Arbeitsplatz zu verlieren. In der beE verliert man ihn garantiert!
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Bin ich beE tauglich?


Freiwillig aufgeben sollte man immer erst, wenn man die
Aussichten in einer Auseinandersetzung zu gewinnen,
abgeschätzt hat.

Orientierungsphase

Die Entscheidung in die beE zu gehen, kommt einem Neuanfang gleich, der mit nicht unerheblichen Risiken verbunden ist. Daher sollte man sich selbst vorher sorgfältig prüfen. Handeln Sie also wie ein Unternehmer, der prüft, ob er ein neues Unternehmen gründen soll. Wenn Sie Ihren alten Arbeitsplatz aufgeben, sind Sie in einer ähnlichen Lage.

Die Orientierungsphase umfasst:

Warum wollen Sie in die beE-Wechseln?


Die beE wird Ihnen angeboten mit einer ev. drohenden Kündigung im Hintergrund. Trotz allem ist der Wechsel in die beE freiwillig. Es ist Ihre Entscheidung in die beE zu gehen oder nicht. Nehmen Sie sich die Freiheit dieser Entscheidung und fragen Sie sich:

Ihre Persönlichkeit


Natürlich hält sich jeder für gut; die Arbeit im Job läuft ja auch gut von der Hand. Man ist bei den Kollegen anerkannt. Manchmal kann dies aber zu einer Fehleinschätzung führen, weil man sich hier in der vertrauten Welt bewegt. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, in die beE zu wechseln, fragen Sie sich ehrlich (und beantworten Sie es am besten schriftlich): Wenn Sie zu dem Schluss kommen, Angst oder starke Bedenken vor einem Neuanfang zu haben, das Gefühl haben, die damit verbundene Unsicherheit nicht ertragen zu können, sollten Sie es sich gut überlegen, ob Sie freiwillig in die beE wechseln. Sie sollten Sie als Chance sehen können und nicht als Belastung, die in Ihnen das Gefühl hinterlässt, zu einem Versager gestempelt worden zu sein. Wenn Sie sich nur aus Angst vor einer Kündigung dazu entschließen, informieren Sie sich bitte noch einmal hier.

Ihre Fachliche Kompetenz und Ihre individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Schätzen Sie Ihre fachliche Kompetenz richtig ein. Setzen Sie sich hin und schreiben Sie auf über welche Kenntnisse Sie verfügen. Vergleichen Sie diese dann mit internen und vor allem externen Stellenausschreibungen.

Jobchancen - es gibt viele, die gut sind
Aussagen über Jobchancen zu treffen, ist wohl einiges der schwierigsten Dinge. Tatsache ist, dass wir immer noch steigende Arbeitslosigkeit haben. Der Telekommunikations- und IT-Sektor hat sich immer noch nicht entscheidend erholt. Zwar sprechen Experten und Firmenchefs davon, dass die Talsohle durchschritten sein, aber der Stellenabbau in dieser Branche, wie ja auch bei Siemens, zeugt vom Gegenteil. Wo abgebaut wird, wird nicht eingestellt bzw. es werden nur junge Mitarbeiter eingestellt, die dazu meist noch besonders qualifiziert sein müssen. Auch Studienabgänger haben es schwer, eine Anstellung zu finden.

40 Jahre ist heute, wo sich die Firmen die Mitarbeiter aussuchen können, eine magische Grenze. Ab 40 Jahre wird häufig nicht mehr eingestellt. Die Qualifikation spielt dabei keine Rolle; einzige Ausnahme vielleicht: Man verfügt über ein absolutes und gefragtes Spezialwissen. Ab 50 Jahre sinken die Chancen, eine passende Anstellung zu finden drastisch. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass auch über 50-jährige einen Job finden, das geschieht auch, aber es ist die Ausnahme und nicht die Regel.

Nahezu sicher ist, dass man bei einem Jobwechsel mit niedrigerem Gehalt rechnen muss. Viele arbeiten als Consultants, Zeitarbeiter mit befristeten Verträgen.

Machen Sie die Probe aufs Exempel: Bewerben Sie sich, scannen Sie den Arbeitsmarkt
Wir empfehlen daher, bewerben Sie sich extern bei Firmen, um ein Gefühl zu entwickeln, wie gefragt Sie auf dem Arbeitsmarkt sind; bewerben Sie sich Siemens intern, um auch hier Ihre Chancen herauszufinden. Scannen Sie den Arbeitmarkt nach Stellen, die für Sie in Frage kommen könnten. Drucken Sie sich die Angebote aus, und beurteilen Sie ehrlich, wieviele der geforderten Qualifikationen Sie tatsächlich besitzen. Fragen Sie sich, worin Sie sich bei dieser Stelle von den hundert anderen Bewerbern abheben könnten. Und beurteilen Sie dann ehrlich: Würde Sie sich selbst nehmen, wenn Sie als PA-Chef über die Besetzung der Stelle entscheiden müssten. Machen Sie eine persönliche Statistik, fragen Sie nach, warum Sie abgelehnt wurden.

Und vor allem eins: Seien Sie ehrlich gegen sich selbst

Alternativen

Wenn es in der beE mit der Jobsuche nicht so klappt wie Sie sich das vorstellen, haben Sie dann Alternativen zur Arbeitslosigkeit, z.B. Selbständigkeit? Denken Sie über Alternativen nach.

Worst Case - Hartz IV

Überlegen Sie, ob Sie und Ihre Familie mit Hartz IV leben können. Verdrängen Sie den Worst Case nicht.

Bereitschaft zum Risiko


  1. Obwohl ich weiß, dass die beE keinen neuen Arbeitsplatz garantiert, bleibt es bei meinem Entschluss
  2. Ich gehe bewusst das Existenzrisiko ein
  3. Meine Familie ist ohne Vorbehalt auch dieser Ansicht