Beute

Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
John Ruskin (engl. Sozialreformer, 1819 - 1900)

Risiko

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, haben Sie auch genug Geld, um etwas Besseres zu bezahlen.
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Inken Wanzek,
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Unternehmensstrukturen


Um die Welt zu ruinieren, genügt es,
wenn jeder seine Pflicht tut.
(Winston Churchill)

Gesellschaften


Gesellschaften sind durch Rechtsgeschäft (Willenserklärung, Verträge) begründete privatrechtliche Vereinigung mehrerer natürlicher oder juristischer (z.B. GmbH, Verein, AG) Personen - die Gesellschafter - zu einem gemeinsamen Zweck. Man unterscheidet:

Personengesellschaften

Schließen sich eine oder mehrere natürliche und/oder juristische Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks zusammen, entsteht eine Personengesellschaft. Gesellschafter einer Personengesellschaft haften mit dem Gesellschaftsvermögen und mit ihrem Privatvermögen. Sie haften also unbeschränkt, es sei denn aus der spezifischen Gesellschaftsform ergibt sich etwas anderes.
Die wichtigsten Personengesellschaften in Deutschland sind:

Kapitalgesellschaften

Eine Kapitalgesellschaft ist eine private, durch Rechtsgeschäft gegründete Körperschaft (Verband). Die Mitglieder dieser Körperschaft sind natürliche Personen, die einen gemeinsamen, meist wirtschaftlichen, Zweck verfolgen. Der Unterschied zu Personengesellschaften besteht also darin, dass die Gesellschaft in ihrer Existenz unabhängig ist von ihrem jeweiligen Mitgliederbestand. Die wichtigsten Kapitalgesellschaften sind:

Holding


Eine Holding oder Holdinggesellschaft ist eine rechtliche nicht definierte, aber in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft (Beispiel: NSN) von verbundenen Unternehmen (Beispiel:NSN GmbH & Co. KG, finnische Oy). Die Unternehmen, die unter dem Dach der Holding zusammengeschlossen sind, sind rechtlich eigenständige Unternehmen. Die Holdinggesellschaft hält Kapitalbeteiligungen an den rechtlich und organisatorisch selbständigen Töchterunternehmen.

Konzern


Sind ein herrschendes und ein oder mehrere abhängige Unternehmen unter der einheitlichen Leitung des herrschenden Unternehmens zusammengefaßt, so bilden sie einen Konzern. Die einzelnen Unternehmen sind Konzernunternehmen (§18 I AktG). Sind rechtlich selbständige Unternehmen, ohne daß das ein Unternehmen von dem anderen abhängig ist.

Holding und Konzern (in seiner Definition §18 II AktG) unterscheiden sich den Anteil der Kapitalbeteiligung an den Töchterunternehmen. Ist die Holding im Mehrheitsbesitz und/oder ist ein ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, so spricht man von einem Konzern (§ 18 I AktG).


Aktiengesellschaft (AG)


Eine Aktiengesellschaft, die von einer oder mehreren Personen gegründet werden kann, ist wie die GmbH eine Kapitalgesellschaft. Das Gesellschaftsvermögen (Grundkapital) besteht im Gegensatz zur GmbH (Stammkapital) aus Aktien. Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft muss mindestens 50.000 betragen.

Die Haftung der AG ist wie bei der GmbH auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.

Die Geschäftsführung einer AG wird vom Vorstand wahrgenommen, der sich in der Regel aus mehreren Personen zusammensetzt. Einer der Vorstände wird zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Er ist nicht weisungsgebunden, wird aber durch den Aufsichtsrat kontrolliert. In der Hauptversammlung muss der Vorstand den Aktionären gegenüber Rechenschaft ablegen.

Durch die Ausgabe von Aktion (Emission) verschafft sich eine Aktiengesellschaft zusätzliches Grundkapital. In der sogenannten Deutschland-AG sind in Deutschland viele Aktiengesellschaften durch Erwerb von Aktien miteinander verbunden.


Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)


Eine GmbH kann von einer oder mehreren Personen gegründet werden. Diese Personen sind die Gesellschafter der GmbH. Die Gesellschafter schließen beim Notar einen Gesellschaftervertrag (Satzung) ab und hinterlegen in Deutschland gemeinsam ein Stammkapital von mindestens 25.000 . Jeder Gesellschafter muss mindestens 100 Stammeinlage bereitstellen. Das Vermögen der GmbH wird im Laufe der Jahre in der Regel aufgestockt.

Die GmbH erlangt Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Handelsregister. Im Firmennamen muss immer der Zusatz "mit beschränkter Haftung" oder die Abkürzung "GmbH" mitgeführt werden.

Eine GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer geleitet. Diese werden entweder im Gesellschaftervertrag festgelegt oder durch Beschluss der Gesellschafterversammlung bestellt. Die Geschäftsführer haben unbeschränkte Vertretungsmacht und sind der Gesellschafterversammlung rechenschaftspflichtig. Bei einer GmbH, die mehr als 500 Arbeitnehmer hat, ist ein Aufsichtsrat zur Überwachung der Geschäftsführung vorgeschrieben.

Eine GmbH haftet für Verbindlichkeiten nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Eine persönliche Haftung der Geschäftsführer entsteht nur, wenn diese bei Zahlungsunfähigkeit der GmbH nicht rechtzeitig die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen.

Kommanditgesellschaft (KG)


Eine Kommanditgesellschaft kann von einer oder mehreren Personen gegründet werden. Diese Personen sind die Gesellschafter der KG. Die KG erlangt Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Handelsregister.

Mindestens ein Gesellschafter haftet mit seinen ganzen Vermögen. Er heißt daher persönlich haftender Gesellschafter, auch Komplementär genannt. Die anderen Gesellschafter haften nur mit einer bestimmten, aus dem Handelsregister ersichtlichen Vermögenseinlage (§§ 161 ff. HGB). Diese Gesellschafter nennt man Kommanditisten. Während der Komplementär die KG nach außen uneingeschränkt vertreten kann, ist ein Kommanditist zur Geschäftesführung nur berechtigt, wenn dies entsprechend vereinbart ist. In der Regel muss ein Kommandidist nur bei außergewöhnlichen Geschäften gefragt werden.

Komplementär kann auch eine AG oder eine GmbH (GmbH & Co.) sein, womit eine Haftungsbeschränkung aller Beteiligten erreicht wird. Im ersteren Fall spricht man von einer KG auf Aktien (KGaA), im zweiten Fall von einer GmbH & Co.KG.

GmbH & Co. KG


Die GmbH & Co.KG ist eine Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist. Die Gesellschafter sind in der Regel die Kommanditisten und haften nur mit ihrer Einlage in das Unternehmen.

Mit dieser juristischen Konstruktion umgeht man die Haftung einer Person mit ihrem gesamten Vermögen. Die Haftung der GmbH & Co.KG ist auf das Kapital der GmbH beschränkt.

Ansonsten gilt das unter KG und GmbH gesagte.

KG auf Aktien (KGaA)


Die KG auf Aktien ist eine Kommanditgesellschaft, deren Grundkapital aus Aktien besteht. Wie bei der KG haftet hier mindestens ein Gesellschafter persönlich und unbeschränkt für die Schulden der KGaA. Die übrigen Gesellschafter, auch Kommanditaktionäre genannt, sind mit Aktien am Grundkapital beteiligt und haften nicht persönlich (§§ 278 ff. AktG).